Keine halben Sachen

USA schlittert knapp am Staatsbankrott vorbei. In Europa taumeln ein halbes Dutzend Euro-Länder. Krisensitzungen bleiben folgenlos weil Politiker ihren Sponsoren nicht auf die Füße treten wollen. Was zu tun wäre?
Endlich CDS-Handel verbieten und Großbanken zerschlagen. Ohne effektive Finanzmarkt-Regulierung droht nächste Wirtschaftskrise.
http.www.attac.de

—– Artikel erstellt auf iPhone mit BlogPress

Ein Gedanke zu „Keine halben Sachen

  1. Stefan Wehmeier

    „Der Sparer erzeugt mehr Ware, als er selbst kauft, und der Überschuss wird von den Unternehmern mit dem Geld der Sparkassen gekauft und zu neuen Realkapitalien verarbeitet. Aber die Sparer geben das Geld nicht her ohne Zins, und die Unternehmer können keinen Zins bezahlen, wenn das, was sie bauen, nicht wenigstens den gleichen Zins einbringt, den die Sparer fordern. Wird aber eine Zeitlang an der Vermehrung der Häuser, Werkstätten, Schiffe usw. gearbeitet, so fällt naturgemäß der Zins dieser Dinge. Dann können die Unternehmer den von den Sparern geforderten Zins nicht zahlen. Das Geld bleibt in den Sparkassen liegen, und da gerade mit diesem Geld die Warenüberschüsse der Sparer gekauft werden, so fehlt für diese jetzt der Absatz, und die Preise gehen zurück. Die Krise ist da.“

    Silvio Gesell („Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld“, 1916)

    Das ist – in der kürzest möglichen Form beschrieben – die Ursache der „Finanzkrise“. Keinem „berufsmäßigen Besserwisser“ ist es je gelungen, den bedeutendsten Ökonomen der Neuzeit zu widerlegen. Es konnten nur die Vorurteile gegenüber der Natürlichen Wirtschaftsordnung (Marktwirtschaft ohne Kapitalismus) bis ins 21. Jahrhundert hinein besser verkauft werden als die ideale Makroökonomie, die für alle Zivilisationsprobleme, die sich überhaupt thematisieren lassen, sowohl die eindeutige Erklärung als auch die eindeutige Lösung bietet und „nur aus einer Reihe banalster Selbstverständlichkeiten besteht“ (Zitat: Silvio Gesell).

    Was für geniale Menschen selbstverständlich ist, kann aber für andere unbegreiflich sein, denn es ist ebenso schwierig, in einer seit jeher systemisch ungerechten Welt das Prinzip der absoluten Gerechtigkeit zu erkennen, als das Wesen von Zeit und Raum zu verstehen! Erschwerend kommt hinzu, dass der „Normalbürger“ das ganze Ausmaß der Ungerechtigkeit, in der wir (noch) existieren, gar nicht ertragen könnte, wenn es ihm bewusst wäre. Kein vernünftiger Mensch wäre dazu bereit, in einer a priori fehlerhaften (kapitalistischen) Marktwirtschaft zu arbeiten, wenn er weiß, dass ein nachhaltiges Wirtschaften unmöglich und der nächste Krieg – zwecks umfassender Sachkapitalzerstörung, um den Zinsfuß hochzuhalten – unvermeidlich ist. Zu diesem Zweck gibt es bis heute die Religion, deren Aufgabe seit jeher darin besteht, das arbeitende Volk „wahnsinnig genug“ für das Unternehmen „Arbeitsteilung mit Konstruktionsfehlern“ zu machen. Anderenfalls hätte das, was wir „moderne Zivilisation“ nennen, gar nicht erst entstehen können.

    Um die „Finanzkrise“, die gerade in ihre Endphase eintritt (globale Liquiditätsfalle nach J. M. Keynes, klassisch: Armageddon),…

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/07/der-bevorstehende-crash.html

    …zu beenden und den eigentlichen Beginn der menschlichen Zivilisation, die Natürliche Wirtschaftsordnung (echte Soziale Marktwirtschaft), einzuleiten, bedarf es der Überwindung der Religion: http://www.deweles.de/willkommen.html

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