Kriegstreiber und Lügner

Die Achse der Kriegstreiber rassels immer heftiger mit den Säbeln. Jüngst schwang der französische Präsident die Keule. Der Einsatz von chemischen Waffen in Syrien sei ein Grund loszuschlagen. Was heißt das denn? Die syrische Regierung hat schließlich erklärt, dass sie keine Chemiewaffen gegen das Volk einsetzen werde. Ob die „Freie Syrische Armee“ auch solche Skrupel hat? Das sieht bei den „Gotteskriegern“ nicht danach aus.

Fahne der Al Qaida weht in Syrien

Im syrischen Bürgerkrieg werden die Anschläge auf die Soldaten der Regierung immer heftiger, die von den westlichen Geheimdiensten finanzierten militanten Gruppen reden verstärkt vom „Heiligen Krieg“ gegen das „ungläubige“ Regime von Assad. Immer häufiger weht die schwarze Fahne der Al Quaida. Das berichtet Die Presse (Österreich).

Syriens Regierung beschuldigt schon lange den Westen und die Saudis als treibende Kraft hinter dem Aufstand und weißt auf die Jihadisten des Terrornetzwerks al-Qaida als Handlanger hin. Das wurde von westlichen Politikern und Geheimdiensten immer als Propaganda abgetan, um die „freiheitlich-demokratischen Regimegegner“ zu diskreditieren. So tönte jüngst der deutsche Außenminister Westerwelle, nachdem gerade die Verwicklung der deutschen Kriegsmarine in die Spionage gegen Syrien aufgedeckt worden war.

Sogenannte „Heilige Krieger“ mischen aber offensichtlich im syrischen Bürgerkrieg mit. Das beweisen die Flaggen, die in Videos militanter Gruppen zu sehen sind: Statt der syrischen schwarz-weiß-grünen Fahne mit drei roten Sternen flattert ein schwarzes Banner, mit der Aufschrift „Es gibt keinen Gott außer Allah“. Die Rhetorik der Milizen sprich von einem heiligen Krieg gegen das ungläubige alawitische Regime.

Die Anschläge von Selbstmordattentätern sind für jihadistische Gruppen typisch. 35 Autobomben und zehn Selbstmordattentäter zählten die Experten vom Washingtoner „Institute of the Study of War“ in den vergangenen sechs Monaten. Mindestens vier gehen auf das Konto von Al Qaida. Die Bombenfallen sind inzwischen so groß, dass sie Panzern gefährlich werden.

Im Juni hatte das „World Jihad Network“ aufgerufen, sich freiwillig für den „Heiligen Krieg“ in Syrien zu melden. Und Iraks Al Qaida-Chef, Abu Bakr al-Baghdadi, widmete die Hälfte einer 33-minütigen Videobotschaft dem Nachbarland: Die Kämpfer in Syrien hätten der Welt eine Lektion erteilt „in puncto Courage, Jihad und Geduld“, meinte der Terrorplaner.

Krieg im Namen Gottes
Seit Februar kursiert im Internet ein Video mit maskierten Männern, die vor zwei schwarzen Al Qaida-Fahnen ihre Kalaschnikows schwingen: „Wir stellen Selbstmordkommandos auf, um Krieg im Namen Gottes zu führen“, deklamiert ein Sprecher in Arabisch, wie bei Botschaften des Terrornetzwerks üblich.

Der oppositionelle Syrische Nationalrat und die „Freie Syrische Armee“ (FSA) bestreiten die zunehmende Präsenz von Terrorkämpfern an ihrer Seite. Ein lokaler Kommandeur der FSA gab gegenüber der „New York Times“ hingegen zu, Jihadisten zur Kooperation eingeladen zu haben.

„Wir sind hundertprozentig sicher, auf unseren Fahndungslisten stehen dieselben Namen wie bei den Syrern“, sagte ein Mitarbeiter von Iraks Premier Nuri al-Maliki.

Die in Syrien aktiven Extremistengruppen haben einen bevorzugten Zugang zu Geld aus Golfstaaten wie Saudiarabien oder Katar. Und das macht sie für andere oppositionelle Gruppen und auch für die „Freie Syrische Armee“ zu einem nützlichen Bündnispartner.

Das Terrornetzwerk al-Qaida und verwandte jihadistische Gruppen rufen verstärkt zu einem „Heiligen Krieg“ gegen Syriens Regierung auf. Es werden vor allem aus dem Irak zahlreiche Kämpfer einsickern, die viel Erfahrung in Guerillakampf und Bombenbau haben.
(Quellen: Die Presse, Österreich)

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