Archiv für den Monat April 2013

EU-Kommission: Steilvorlage für Monsanto & Co.

Am 6. Mai will die EU-Kommission über einen Entwurf entscheiden, der das Aus für viele alte Obst-, Gemüse- und Getreidesorten bedeutet: Es dürfte nur noch Saat- und Pflanzgut von Sorten in den Handel, die den Industrienormen entsprechen. Genau das ist der Traum der Agrarkonzerne wie Monsanto, Syngenta und BASF, die diese industriellen Sorten herstellen, patentiert haben und gen-manipulieren.

Auf der Strecke blieben heimische Sorten, die unseren Speiseplan bereichern. Die sorgen auch dafür, dass sich unsere Landwirtschaft an den Klimawandel, Krankheiten und Schädlinge anpassen kann. In einigen Ländern regt sich Widerstand. Compact bringt diesen Widerstand online, damit jeder mitmachen kann. Mit dem Appell zeigen wir, dass wir bunte Vielfalt statt genormter Einfalt auf unseren Tellern, Feldern und in unseren Gärten wollen. In den kommenden Tagen sollen mindestens 100.000 Unterschriften gesammelt und an die EU-Kommission übergeben werden. Helfen Sie mit.

Hier unterzeichnen: [+ http://bit.ly/12KlwKH%5D

Darum geht’s:

Nach den Plänen einer Fachabteilung der EU-Kommission dürften Betriebe, die pflanzliches Saatgut erzeugen, künftig nur noch Sorten verwenden, die ein amtliches Zulassungsverfahren durchlaufen haben. Das Problem: Das Verfahren ist aufwändig und teuer. Außerdem können nur Sorten das Verfahren bestehen, die bestimmte Kriterien erfüllen, etwa einheitliches Wachstum.

Das ist eine neuerlich bürokratische Absurdität. Viele traditionelle Kartoffeln, Tomaten oder Gurken zeichnen sich gerade durch ihre natürlichen Unterschiede aus.

Zwar soll es für alte Sorten ein vereinfachtes Verfahren geben. Doch dies gilt nur für Sorten, die nachweislich bereits auf dem Markt sind und dies muss im Zweifelsfall erst einmal bewiesen werden. Wieder entdeckte Sorten oder neue Kreuzungen hätten von vornherein keine Chance.

Nur eine große Auswahl an Obst-, Gemüse- und Getreidesorten und eine breite genetische Ausgangsbasis stellt sicher, dass sich unsere Landwirtschaft an Klimawandel, Krankheiten, Schädlinge und neue Lebensstile anpassen kann. Die geplante EU-Saatgutverordnung muss Vielfalt auf Feldern und Tellern ermöglichen, statt sie zu vernichten.

Dafür müssen wir kämpfen.

Gier der Fondsmanager siegt über jeden Skrupel

Nach dem Amoklauf im Dezember 2012 wollte sich die US-Beteiligungsgesellschaft Cerberus von den Aktien des Waffenherstellers Bushmaster trennen. Mit dem von Bushmaster hergestellten Sturmgewehr AR 15 hatte der Amokläufer Adam Lanza in der der Kleinstadt Newtown 27 Menschen getötet.

Doch Cerberus-Gründer Stephen Feinberg ist schon zurückgerudert und will sich nicht von Bushmaster trennen, sondern die Firma sogar übernehmen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Reuters. Feinberg stellte ein Konsortium auf, um ein Gebot für die Freedom Group abzugeben, zu der auch Bushmaster gehört.

Cerberus hatte die Unternehmensgruppe unter Druck des kalifornischen Lehrerpensionsfonds CalSTRS zum Verkauf gestellt, der mehr als 750 Millionen Dollar bei dem Finanzinvestor angelegt hat. Der Fonds hatte angekündigt, er werde angesichts des Dramas von Newtown seine Investitionen überprüfen.

Abzocke: Versuch strafbar

„Zum Bezahlen von EUR 30,00 für Ihren Service bei Zong geben Sie bitte Bezahlcode 83×8 ein. Mit der Eingabe lösen Sie einen Zahlungvorgang aus.“
Mit dieser SMS gehen zur Zeit Abzocker namens Zong auf die Jagd nach Euro in unbestimmter Höhe.
## Für wie doof halten die einen?
Da ruft dann jemand an und behauptetet. Er sei von der Telekom und hätte für mich als treuen Kunden 120€ gutgeschrieben. Ich soll nur die Nummer aus der SMS nennen. Ich hoffe nicht, dass auf so einen Mist jemand reinfällt Ich habe es an die Telekom geschickt.
Bisher keine Reaktion.
> Abzocker tieferlegen!

Oettinger will Fracking statt Solarenergie

# Oettinger will Fracking statt Solarenergie

Deutschland brauche weniger „Gutmenschentum“, erklärte EU-Energiekommissar Günther Oettinger kürzlich im Politischen Club der Evangelischen Akademie Tutzing. Im gleichen Zug forderte er einen langsameren Ausbau der Erneuerbaren Energien und den Einsatz von Fracking und CCS. Vorbild seien die USA, die durch intensive Fracking-Aktivitäten unabhängiger von Energie-Importen wurden.

Was Oettinger nicht erwähnte: Auch in den Vereinigten Staaten kämpfen zahlreiche „Gutmenschen“ gegen Fracking, weil vergiftetes Grund- und Trinkwasser zu schweren Gesundheitsschäden der Menschen vor Ort und sogar zu Erdbeben führte, wie der Deutschlandfunk berichtet.

Oettingers Vision ist nicht die Energie-Zukunft. Das ist energiepolitisches Analphabetentum, das der deutsche EU-Kommissar da an den Tag legt. Wir wollen eine klare Entscheidung gegen Fracking und Fossile und hundert Prozent erneuerbare Energien.