Belgische AKWs trotz tausender Risse wieder am Netz

Die belgischen Atomreaktoren Tihange 2 und Doel 3 sind in dieser Woche nach knapp einem Jahr Stillstand wieder in Betrieb gegangen. Die Abschaltung erfolgte nach der Entdeckung tausender Haarrisse im Reaktordruckbehälter.
Die Atomaufsicht mutmaßte damals, dass die Reaktoren aus Sicherheitsgründen voraussichtlich nicht mehr ans Netz gehen würden.

Der Abschlussbericht kommt nun zu einem anderen Ergebnis: Trotz der eklatanten Mängel dürfen die beiden AKWs wieder angefahren werden. Diese Entscheidung ist unverantwortlich, zumal die Atomaufsicht Bedingungen an die Genehmigung geknüpft hat, nämlich dass Druck- und Temperaturbelastungen zu verringern seien. Das bedeutet, dass der Druckbehälter eine Schnellabschaltung bei einem Störfall vermutlich nicht mehr aushalten würde, was katastrophale Folgen hätte.

In einer Reportage des ARD Morgenmagazins über des AKW Tihange kritisiert auch Dieter Majer, ehemaliger Leiter der Abteilung „Sicherheit kerntechnischer Einrichtungen“ im Bundesumweltministerium, diese Entscheidung.

Lobbyismus pur

Wie ist so etwas möglich? Ganz einfach! Der ehemalige Leiter des AKW Tihange, Jan Bens, ist jetzt Chef der belgischen Atomaufsicht. Ein Schelm, der Böses dabei denkt…

Quelle: http://www.umweltinstitut.org

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