Das Gänseblümchen

Hildegard Lewandowsky

So unscheinbar und fast am Rand
der grünen Wiese einsam stand,
ganz dicht am Weg, im Grase reckend
und mutig sich auch nicht versteckend,
ein Gänseblümchen. Und die Hasen,
die munter grasen auf dem Rasen,
hoppeln nachts und auch am Tage
vergnügt umher, ganz ohne Frage.

Beim Gänseblümchen in der Näh‘,
da wuchs auch noch ‘ne Menge Klee,
und weil‘s ne Wiese war, auch Gras.
Ist ganz normal. Wen wundert das?
Weil aber größtenteils nicht nur in Winkeln,
auch auf den Rand der Wiese Hunde pinkeln,
wußt‘ nunmehr jeder Kenner mit Erfahrung:
der Boden ist bestimmt ‘ne gute Nahrung.

Das Blümchen wuchs, schaut hin, zurück
und denkt bei sich: hab ich ein Glück,
denn rundherum, wohin man sieht
da wächst ja Klee, und dieser blüht.
Und Sommer ist‘s, Ich muß nicht frieren.
Was soll mir hier denn schon passieren.
Von Kummer, Sorgen keine Spur,
Ich bin ein Glückskind der Natur.

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