Versalzung stoppen

Der hessische Dax-Konzern K+S versalzt mit seinen Bergwerken Flüsse und Böden – mitten in Deutschland. Etwa 13 Millionen Kubikmeter salzige Abwässer aus ihren Werken „entsorgt“ K+S pro Jahr in den Fluss Werra oder pumpt sie vor Ort in den Boden. Die Folgen: ein massiv belasteter Fluss und eine Gefahr für das Trinkwasser.
In vier Wochen läuft die Genehmigung für die Verpressung im Boden aus. Die hessische Umweltministerin Priska Hinz will sie bis 2021 verlängern – obwohl dies das Grundwasser gefährden kann. Franziska Näther, Campact-Aktive aus Hessen, organisiert dagegen Protest: Sie hat eine Petition auf WeAct gestartet – der neuen Petitionplattform von Campact. Darin fordert sie die Ministerin auf, die Verpressung von Salzlauge im Boden sofort zu stoppen.
Ministerin Hinz ist unter Druck: Ihr wird vorgeworfen, ein Gutachten zur Trinkwassergefährdung zurückgehalten zu haben. Und seit einigen Wochen laufen in Thüringen Ermittlungen gegen K+S wegen des Verdachts auf illegale Entsorgung von Abwässern. Wenn sich jetzt noch tausende Bürger/innen zu Wort melden, kann Ministerin Hinz das nicht überhören. Schließen Sie sich Franziska Näthers Forderung an und unterzeichnen Sie die Petition:

http://bit.ly/1SlLwVb

Die salzigen Abwässer entstehen beim Abbau von Kali für die Herstellung von Düngemitteln. Die Kosten für die Umwelt sind hoch: Ein Gutachten des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie warnt vor einer möglichen Versalzung der Trinkwasserquellen und Heilbrunnen in der Region. Hochdrängendes Salzwasser macht ganze Wiesen für die Landwirtschaft unbrauchbar. Und die Werra gehört zu den am stärksten belasteten Flüssen in ganz Mitteleuropa.

Nach der europäischen Wasserrahmenrichtlinie müssen bis 2015 eigentlich alle Gewässer in „gutem Zustand“ sein. Damit sich die Werra erholen kann, hat die hessische Ministerin Hinz mit K+S einen Deal geschlossen: Die Einleitungen in die Werra sollen schrittweise sinken – doch dafür darf K+S weiter Salzlauge in den Boden pumpen.

Die Campact-Aktive Franziska Näther sagt hingegen: „K+S soll Verantwortung für den produzierten ‘Müll’ übernehmen und Ressourcen in Recyclingverfahren stecken. Wir müssen die Unternehmen dazu bringen, sich umfassend verantwortlich für ihre Umweltschäden zu zeigen. Ein erster Schritt ist es, der Umweltministerin zu zeigen, dass wir diese Art der Entsorgung der Salzlauge so nicht länger tolerieren!“

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