1. Januar 1994: Aufstand der Zapatisten in Mexiko

Am 1. Januar 1994 begann der Aufstand der Zapatisten in Chiapas (Mexiko).

Die Organisation der Zapatisten EZLN propagiert einen Sozialismus von unten. Das Volk muss sich selbst befreien. Die EZLN will nicht mit einer Armee oder Partei die Macht übernehmen, sondern Strukturen der zivilen Selbstverwaltung schaffen.

Unter dem Titel »Das Gefangenendilemma« veröffentlichte das “Zentrum für politische Analyse und soziale und ökonomische Forschung” (CAPISE) im Dezember 2004 die Ergebnisse einer dreizehnmonatigen Forschungsarbeit.

Seit dem Zapatisten-Aufstand 1994 gehört Chiapas, der südlichste Bundesstaat Mexikos, zu den Regionen mit der höchsten Militärdichte in Lateinamerika. Nach der letzten Offensive der mexikanischen Armee im Jahr 1998 gegen die zapatistische Befreiungsarmee (EZLN) und die sie unterstützenden Dörfer führt die Regierung einen Krieg niederer Intensität. Dieses Aufstandsbekämpfungsprogramm trägt das interne Kürzel DN-2 und erfasst alle drei Regionen innerhalb des Bundesstaates: Nordzone, Hochland und Urwaldzone. Überall dort findet die Guerilla Unterstützung.

Die Zapatistas bildeten fünf Regierungszentren, genannt Caracoles. Die sind von Spezialeinsatzkräften der Regierungsarmee eingekreist. Nach der Umstrukturierung der prozapatistischen Verwaltungsgremien und ihrer feierlichen Umbenennung in Caracoles am 8. und 9. August 2003, gruppierte sich auch das Militär neu: Militärs gibt es überall dort, wo es Armut und Indígenas gibt. Die militärische Besetzung bringt der örtlichen Bevölkerung vor allem Drogen, Alkohol und Prostitution. Im Norden und um das am weitesten vom lakandonischen Urwald entfernte Caracol Oventic, gab es immer wieder Übergriffe bewaffneter Kommandos auf die Rebellen.

Das staatliche Informationsinstitut (IFAI) leugnet die Umgruppierung des Heeres zur Aufstandsbekämpfung, aber die Forscher des Zentrums für politische Analyse und soziale und ökonomische Forschung beweisen diese Strategie durch Fotos, die auch über das Internet an die Regierung gesandt wurden und bisher unbeantwortet blieben.

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