Archiv der Kategorie: Allgemein

Sigmund Jähn: Der erste Deutsche im Weltall

deutsch.rt.com/inland/75011-keine-blumen-fur-sigmund-jaehn/

Advertisements

Oettinger liegt mal wieder völlig daneben

BÖLW zum EU-Finanzrahmen
Agrarbudget: Mit Investitionen und klaren Umweltzielen Landwirtschaft umbauen

Berlin, 02.05.2018. Den heute von EU-Haushaltskommissar Oettinger vorgestellten mittelfristigen Finanzrahmen der EU (MFR), mit dem die Mittelverteilung von 2021 bis 2027 festgelegt und damit auch der Haushalt für die Gemeinsame Agrarpolitik geregelt wird, kommentiert Jan Plagge, Vorstand für Landwirtschaft des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW):

„Ein passender Tag für die Vorstellung des EU-Budgets: Wir Deutschen haben heute, am Erdüberlastungstag, unsere Ressourcen verbraucht. Politik muss daran etwas ändern – in der Landwirtschaft vor allem durch die Mitgestaltung der EU-Agrarpolitik.

Wir appellieren an Julia Klöckner, sich in Brüssel für eine Beibehaltung des Agrarbudgets einzusetzen und klare Umweltziele einzufordern. Denn der notwendige Umbau der Landwirtschaft braucht mehr Investitionen und nicht weniger. Dabei müssen wir weg von Gießkannen-Subventionen und hin zur gezielten Honorierung für Bauern, die Besonderes für Tierschutz, sauberes Wasser, und Artenvielfalt tun. Europa muss Verantwortung für den notwendigen Umbau der Landwirtschaft übernehmen.“

Hintergrund
Der Agrarbereich bekommt laut EU-Kommissar Oettinger 5 % weniger. Dabei werden Direktzahlungen jedoch nur um 4 Prozent geschmälert, womit zum Beispiel Agrarumweltmaßnahmen überproportional gekürzt würden.

Der BÖLW hat ein Nachhaltigkeitsmodell für die Gestaltung der GAP 2020 erarbeitet. Es baut auf der Position der IFOAM EU Group auf, die im Rahmen eines zweijährigen Diskussionsprozesses zwischen Bauern aus ganz Europa entwickelt wurde. Das gesamte Positionspapier des BÖLW mit dem Nachhaltigkeitsmodell zur GAP 2020 kann hier eingesehen werden: http://www.boelw.de/gap2020

Ostern: Das Beste vom Ei

Ostern gibt’s das Beste vom Ei: außen bunt – innen lecker!

Alles dreht sich jetzt ums Ei. Denn Ostern steht vor der Tür und Eier zeigen sich von ihrer besten Seite: gekocht und bunt gefärbt oder ausgeblasen und liebevoll bemalt. Außen bunt und fröhlich, innen unzählige Möglichkeiten für leckere Gerichte – das gefällt auch den BIOSpitzenköchen. Deshalb verraten sie hier raffinierte Rezeptideen rund um`s Ei.

» Weiterlesen

https://www.oekolandbau.de/verbraucher/biospitzenkoeche/aktuelles/tipps-der-biospitzenkoeche/ostern-gibts-das-beste-vom-ei/

Buchtipp: Schweinebande

Franz Josef Voll
mit Leo G. Linder
Schweinebande! Der Fleischreport
Ein Metzgermeister über die
Praktiken seiner Zunft

ORIGINALAUSGABE
Klappenbroschur, 288 Seiten
ISBN: 978-3-453-28087-8
€ 16,99 [D] | € 17,50 [A] | CHF 22,90
Ludwig Verlag

Gleich zu Beginn seiner Metzgerlehrer Ende der 1960er Jahre wird Franz Josef Voll in die Geheimnisse seiner Zunft eingeweiht. Schnell lernt er, dass alles nur eine Frage der Verarbeitung ist: Altes oder ungenießbares Fleisch, das nicht mehr mit Gewürzen versetzt oder in Knoblauch und Öl eingelegt werden kann, wird kurzer­hand durch den Fleischwolf gedreht und landet in der Wurst.
Während sich Voll vom Lehrling zum Meister hoch­arbei­tet, vollbringt die Lebensmittel­industrie wahre Wunder: Durch billige Fasern, künstliche Stabili­satoren und Emulgatoren, pflanzliches Fett oder minder­wertiges Separa­toren­fleisch wird richti­ges Fleisch in der Wurst nahezu überflüssig – und die Industrie verdient damit Milliarden.

»Wir haben es geschafft, aus Schrott tatsächlich Gold zu machen, indem wir ein gigantisches Illusionstheater aufgezogen haben. Was wir produ­zieren und verkau­fen, sind Erzeugnisse aus dem Labor, sind Imitate wie gefälschte Armani-Hand­taschen oder nachgemachte Rolex-Uhren, sie haben mit Lebensmitteln im Allge­meinen und Wurst im Besonderen nichts mehr zu tun.«

(Franz Josef Voll in »Schweinebande!«)

Als Voll diese Zustände nicht mehr hinnehmen will, wechselt er die Seiten und wird Lebensmittel­kontrolleur. Doch was er hier erlebt, ist nicht minder verstörend, sieht er sich nicht nur mit überholten Organisationsstrukturen, gezielter Demotivation und bewusster Vertuschung konfrontiert, sondern auch mit einer Politik, die die unappetitlichen Praktiken der Fleischindustrie nicht nur legitimiert, sondern auch noch fördert.

Nach fast 50 Jahren in der Lebensmittelindustrie kennt Franz Josef Voll die Branche aus sämtlichen Blick­winkeln. Mit seinem Buch »Schweinebande! Der Fleischreport – Ein Metzgermeister über die Praktiken seiner Zunft« legt er nun einen ungeschönten Insiderbericht vor und rechnet mit einer Branche ab, deren Machenschaften selbst dem aufmerksamsten Verbraucher gehörig den Appetit verderben dürften.

Franz Josef Voll, 1955 in Essen geboren, ist gelernter Metzgermeister und kennt alle Seiten des fleischverarbeitenden Gewerbes: Nach Stationen in verschiedenen inhabergeführten Betrieben und der industriellen Groß­produktion wechselte er 1986 in die Lebensmittel­kontrolle. Heute steht Voll endgültig auf Seiten des Verbrauchers und arbeitet als unabhängiger Experte daran, den systematischen Betrug in der Wurst- und Fleischbranche aufzu­decken. Voll lebt auf Usedom.

Geben Sie Bienen eine Stimme

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

Bienen, Hummeln und Schmetterlinge wittern Frühlingsluft. Nicht nur das Wetter könnte für die Insekten bald besser werden, sondern auch die Politik: Die EU-Kommission möchte drei der gefährlichsten Insektengifte aus der Gruppe der Neonicotinoide im Freiland verbieten. Die zuständige Behörde sieht die Gefahren wissenschaftlich bestätigt und viele Mitgliedstaaten haben ihre Zustimmung angekündigt.

Damit auch Deutschland den Bienengiften den Platzverweis erteilt, benötigen wir Ihre Hilfe. Bereits 25.000 Menschen haben unseren Appell unterschrieben, die gefährlichen Gifte vom Acker zu verbannen. Doch die Bundesregierung zögert noch immer. Bei CDU und CSU heißt es, vor einem Verbot der Gifte müssten erst neue Wirkstoffe zugelassen werden. Für drei neue Insektizide – Sulfoxaflor, Cyantraniliprol und Flupyradifuron – könnte die Zulassung in Deutschland schon kurz bevorstehen.

Deshalb starten wir jetzt die zweite Stufe unserer Kampagne gegen Bienengifte. Und das heißt: Raus aus dem Internet und ran an die Menschen! Mit einer breit angelegten Informationsoffensive wollen wir den Bienen eine Stimme geben und landauf-landab über die Gefahren von Pestiziden aufklären.

Umweltinstitut: Naturnaher Garten

Neuer Flyer: „Naturnahe Gärten – Wertvoller Lebensraum für Pflanzen und Tiere“

Der Lebensraum für Insekten, Vögel und andere Wildtiere schrumpft: Allein in Deutschland werden jeden Tag rund 66 Hektar Land für Siedlungs- und Verkehrsflächen verbraucht. Das entspricht einer Fläche von 94 Fußballfeldern. Zudem verdrängt der massive Pestizideinsatz in der Landwirtschaft viele Pflanzen- und Tierarten. Als Rückzugsort für Vögel und Insekten nimmt deshalb die Bedeutung von Haus- und Kleingärten immer weiter zu.

Doch nicht alle der insgesamt 17 Millionen Gärten in Deutschland eignen sich als Lebensraum für die Tiere. Denn auch dort kommen jährlich mehr als 6.000 Tonnen Pestizide zum Einsatz. Außerdem finden Insekten auf akkurat getrimmten Rasenflächen weder Nahrung noch Unterschlupf.

Wenn Sie Insekten und Vögeln etwas Gutes tun wollen, setzen Sie keine Pflanzengifte ein und schaffen Sie ein reichhaltiges und vielfältiges Blütenangebot. In unserem neuen Flyer „Naturnahe Gärten – Wertvoller Lebensraum für Pflanzen und Tiere“ erfahren Sie, was einen insekten- und vogelfreundlichen Garten auszeichnet und worauf Sie zum Wohl der Tiere achten sollten.

Auf unserer Homepage können Sie den Flyer in gedruckter Form ab sofort kostenlos bestellen oder als PDF herunterladen.

Infomaterial bestellen!
http://www.umweltinstitut.org/fileadmin/Mediapool/Druckprodukte/Landwirtschaft/PDF/Faltblatt_Naturgarten_web.pdf

Volkswirtschaftlicher Nutzen von Bienen

Die tatsächliche ökonomische Bedeutung sowie die regionale Struktur und Verbreitung der Honigbienenhaltung in Deutschland haben Agrarökonominnen und -ökonomen der Universität Hohenheim in einem BÖLN-Forschungsvorhaben analysiert. Danach bringen Bienen bereits jetzt einen großen volkswirtschaftlichen Nutzen. Imkerinnen und Imker könnten aber mit gezielten Bestäubungsdiensten ein höheres Einkommen erzielen. Der Studie zufolge beträgt die volkswirtschaftliche Leistung der Imkerei in Deutschland jährlich insgesamt etwa 1,7 Milliarden Euro.

Allein mit ihrer Bestäubungsarbeit erwirtschaften die Insekten schätzungsweise rund 1,6 Milliarden Euro pro Jahr. Diese Zahl ist dreizehnmal so hoch wie die Wertschöpfung der Honig- und Bienenwachsproduktion, die bei rund 120 Millionen Euro liegt. Ohne Insektenbestäubung wären die im Anbau erzielten Erlöse im Schnitt 41 Prozent geringer, allerdings mit großen Abweichungen. Grund dafür ist: Die verschiedenen Kulturen sind mehr oder weniger stark auf eine Insektenbestäubung angewiesen. Während es bei Äpfeln, Birnen, Kirschen oder Pflaumen durchschnittlich 65 Prozent mehr Ertrag gibt, wenn ihre Blüten von Insekten bestäubt werden, sind es bei Raps, Sonnenblumen, Soja oder Ackerbohnen 25 Prozent und bei Gemüse im Schnitt 42 Prozent. Je nach Gemüsesorte variiert dieser Wert zwischen fünf Prozent bei Bohnen, Paprika und Tomaten und 95 Prozent bei Kürbis und Zucchini.

Bei mehr Austausch gewinnen alle

Um im Erwerbsobstbau und -gemüseanbau eine optimale Bestäubung zu erreichen, ist es aus Sicht der Forscher erforderlich, gezielte Bestäubungsdienstleistungen mit fairen Prämien zu entlohnen. Darüber hinaus sollten Imkerinnen und Imker und Landwirtinnen und Landwirte sich entweder privat oder über kommunale Zusammenschlüsse intensiver austauschen. Nur so kann zukünftig eine Balance zwischen Bienenschutz und Pflanzenschutz gelingen. Imkerinnen und Imker und Bienenvölker im städtischen Raum konzentriert Am Beispiel Baden-Württembergs zeigt sich, dass tendenziell deutlich mehr Männer als Frauen imkern, wobei der Frauenanteil wächst. Viele von ihnen haben sich erst in den vergangenen Jahren, meist im mittleren Alter, einem Imkerverein angeschlossen. Auffällig ist, dass sich Imkerinnen und Imker und Bienenvölker in der Nähe von Städten konzentrieren. Allerdings halten die städtischen Imkerinnen und Imker tendenziell weniger Bienenvölker als ihre Kolleginnen und Kollegen im ländlichen Raum. Dennoch fehlen in Baden-Württemberg vielerorts Bienenvölker, um intensiv bewirtschaftete Obstplantagen und Gemüseanbauflächen optimal zu bestäuben. Hintergrund Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat das Projekt im Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) gefördert. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Texte auf dieser Seite stehen unter einer Creative Commons-Lizenz, soweit nicht anders gekennzeichnet. Ernährung (BLE) betreute die Forschungsarbeiten als Projektträger. Der offizielle Titel des Projektes lautet: „Eine ökonomische Analyse des Imkerei-Sektors in Deutschland“.

Weitere Informationen unter Organic Eprints

Quelle: Pressemitteilung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung