Archiv der Kategorie: Atom

Stoppt die Mafia aus RWE und CDU-NRW

eine unglaubliche Nachricht erreicht uns aktuell aus Nordrhein-Westfalen: Das Land NRW hat ein Grundstück des BUND zugunsten der RWE AG zwangsenteignet. Unser Grundstück soll dem Braunkohlentagebau Hambach weichen. Diese Entscheidung nehmen wir nicht hin! Wir müssen jetzt mit allen Mitteln handeln – und bitten Sie dafür um Ihre finanzielle Unterstützung!

Das enteignete BUND-Grundstück liegt im Gebiet des größten europäischen Braunkohlentagebaus, direkt am wertvollen Hambacher Wald. Dieses soll 2020 im Tagebau verschwinden. Nachdem wir klar gemacht haben, dass wir RWE unsere Fläche nicht kampflos überlassen werden, beantragte der Konzern eine sogenannte Grundabtretung bei der zuständigen Bezirksregierung. Diesem Antrag wurde jetzt stattgegeben – denn es sei vermeintlich im Sinne des Gemeinwohls, dass RWE weiter Braunkohle fördern darf.

Das ist ein Skandal! Braunkohle ist der klimaschädlichste Energieträger, der Abbau zerstört Heimat, Landschaften und wertvolle Natur wie den Hambacher Wald. Die Anwohner der Tagebaue leiden unter Lärm und Staub. Das ist nicht zum Wohl der Allgemeinheit! Obwohl ihr Ende schon absehbar ist, sollen offenbar immer noch Fakten für die Braunkohle-Industrie geschaffen werden. Es wäre verheerend, wenn RWE damit durchkommt. Kein Baum darf mehr für die klimaschädliche Kohle gerodet werden!

Das werden wir jetzt tun: Wir wehren uns mit allen juristischen Mitteln gegen diese Zwangsenteignung. Im Zweifel gehen wir bis vor das Bundesverfassungsgericht! Schon einmal waren wir damit erfolgreich: 2013 wurde die Zwangsenteignung eines BUND-Grundstücks für den Tagebau Garzweiler für verfassungswidrig erklärt. Nun brauchen wir Ihre finanzielle Unterstützung, um zur Not nochmal den Weg durch alle gerichtlichen Instanzen gegen den Kohlemulti RWE gehen zu können!

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Atomkraft endlich stilllegen

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

heute vor genau 32 Jahren kam es im AKW Tschernobyl zum Super-GAU. Das Unglück zeigte eindrücklich, dass die Atomkraft nicht beherrschbar ist. Dennoch ist die atomare Gefahr nicht gebannt. So steigt mit jedem Tag des Weiterbetriebs maroder Altmeiler wie im belgischen Tihange und Doel die Gefahr eines schweren Atomunfalls in Europa.

Beide AKW sorgen regelmäßig für Schlagzeilen, seit im Jahr 2012 tausende Risse in den Reaktordruckbehältern entdeckt wurden. Solche Defekte am Herzstück der Meiler gefährden die Sicherheit immens. An ihnen würde jede Genehmigung für einen AKW-Neubau scheitern. Doch für den Weiterbetrieb der „Rissereaktoren“ Tihange und Doel drückt die belgische Atomaufsicht beide Augen zu.

Mit einer Petition auf der Plattform change.org fordert die Initiative „Stop Tihange“, ein Netzwerk von Bürgerinitiativen aus Belgien, Deutschland und den Niederlanden, die Risikoreaktoren stillzulegen. Bereits mehr als 280.000 Menschen haben den Aufruf an die belgische Atomaufsicht online unterschrieben. Auch wir unterstützen den Appell von „Stop Tihange“ und möchten Sie heute bitten, dies ebenfalls zu tun – damit sich ein GAU wie in Tschernobyl oder Fukushima niemals wiederholt.

Hier geht’s zur Petition von „Stop Tihange“ auf change.org.

https://www.change.org/p/widersprechen-sie-dem-weiterbetrieb-der-belgischen-rissereaktoren-tihange-2-und-doel-3?utm_source=CleverReach&utm_medium=email&utm_campaign=Newsletter+-+26.04.2018&utm_content=Mailing_7062107

Atomkraft

Protest- und Kulturmeile am AKW Brokdorf

Am 22. April findet am AKW in Brokdorf die Protest- und Kulturmeile zum 32. Tschernobyl-Jahrestag statt. Dort wird auch Jochen Stay von .ausgestrahlt sprechen. Demonstrationsauftakt ist um 12 Uhr. Aktuell ist das Kraftwerk aufgrund der Jahresrevision abgeschaltet. Komm vorbei und sorge für einen lauten Protest gegen den norddeutschen Pannenmeiler, der die Sicherheit gefährdet und die Netze mit Atomstrom verstopft. Infos zur Veranstaltung findest Du hier.

https://akw-brokdorf-abschalten.de/

Atom-Mafia im Gegenwind

Bundesverband Deutscher Stiftungen: Keine Atom-Stiftung

Die im Mai 2014 an die Öffentlichkeit gelangten Pläne deutscher Energieversorger, ihre Atommeiler sowie deren Entsorgungskosten und -risiken in eine öffentlich-rechtliche Stiftung zu überführen, werden in der Öffentlichkeit kritisch diskutiert. Der Bundesverband Deutscher Stiftungen hat sich nun klar gegen diesen Ansatz positioniert.

Der Generalsekretär des Bundesverbandes, Prof. Dr. Hans Fleisch, betont in einer aktuellen Erklärung, dass Stiftungen »Ausdruck bürgerschaftlichen Gemeinsinns« seien; demzufolge würde eine Atom-Stiftung des Bundes die Reputation von Stiftungen aufs Spiel setzen. Der Bundesverband und sein Generalsekretär bewerten eine Atom-Stiftung als »Ausdruck von Verantwortungslosigkeit« und warnen davor, ein derzeit »unkalkulierbares, aber unternehmerisches Risiko auf die Steuerzahler abzuwälzen«.

Weitere Informationen

http://www.buergergesellschaft.de/index.php?id=109569&rid=f_16228&mid=506&aC=ca4faf46&jumpurl=-4

Belgische AKWs trotz tausender Risse wieder am Netz

Die belgischen Atomreaktoren Tihange 2 und Doel 3 sind in dieser Woche nach knapp einem Jahr Stillstand wieder in Betrieb gegangen. Die Abschaltung erfolgte nach der Entdeckung tausender Haarrisse im Reaktordruckbehälter.
Die Atomaufsicht mutmaßte damals, dass die Reaktoren aus Sicherheitsgründen voraussichtlich nicht mehr ans Netz gehen würden.

Der Abschlussbericht kommt nun zu einem anderen Ergebnis: Trotz der eklatanten Mängel dürfen die beiden AKWs wieder angefahren werden. Diese Entscheidung ist unverantwortlich, zumal die Atomaufsicht Bedingungen an die Genehmigung geknüpft hat, nämlich dass Druck- und Temperaturbelastungen zu verringern seien. Das bedeutet, dass der Druckbehälter eine Schnellabschaltung bei einem Störfall vermutlich nicht mehr aushalten würde, was katastrophale Folgen hätte.

In einer Reportage des ARD Morgenmagazins über des AKW Tihange kritisiert auch Dieter Majer, ehemaliger Leiter der Abteilung „Sicherheit kerntechnischer Einrichtungen“ im Bundesumweltministerium, diese Entscheidung.

Lobbyismus pur

Wie ist so etwas möglich? Ganz einfach! Der ehemalige Leiter des AKW Tihange, Jan Bens, ist jetzt Chef der belgischen Atomaufsicht. Ein Schelm, der Böses dabei denkt…

Quelle: http://www.umweltinstitut.org

Atomausstieg

# Kein Atom-Strom durch die Hintertür!
Unterschriftenaktion des Umweltinstituts München gegen „Atomstrom durch die Hintertür“, der mittels einer geplanten *Unterseetrasse* vom neuen AKW in der russischen Exklave Kaliningrad durch die Ostsee nach Deutschland kommen soll:

http://umweltinstitut.org/radioaktivitat/aktionen/aktion-stopp-ausstiegsluge-1073.html

Jahrestag des Fukushima-GAU

Am 11. März gehen Atomkraftgegnerinnen in sechs Orten auf die Straße. Das AKW Brokdorf wird umzingelt. In Hannover wird gegen das nahegelegene AKW Grohnde demonstriert und in Gronau gegen die Urananreicherungsanlage. Zwischen Braunschweig, der Asse und Schacht Konrad ist eine 77 km lange Lichterkette geplant. Und auch an den AKW in Gundremmingen und Neckarwestheim finden große Demos statt.

Anti-Atom-Demo Ein Jahr nach dem Beginn des Super-GAU in Japan kommt das Thema gerade zurück in die Medien – die Öffentlichkeit versucht mit etwas zeitlichem Abstand neu zu beurteilen, was Fukushima für die deutsche Energiepolitik bedeutet. Deshalb besteht genau jetzt der Anlass und die Chance, öffentlich deutlich zu machen, dass wir den langjährigen Weiterbetrieb von neun AKW nicht akzeptieren, dass wir in höchstem Maße unzufrieden sind mit der Atommüll-Politik der Bundesregierung und dass die Versorgung von zehn Prozent aller Reaktoren weltweit mit Uran aus Gronau das Gegenteil von Atomausstieg bedeutet.

Viel schneller als befürchtet, läuft die Gegenbewegung der Atomfreunde, um sogar die Laufzeiten-Beschlüsse, die uns nicht ausreichend erscheinen, weiter aufzuweichen. Da wird so getan, als wäre die Stilllegung von AKW die Ursache für Blackout-Gefahr und steigende
Strompreise. Und mit dem Angriff auf die Solarförderung wird die dringend nötige Energiewende attackiert. Da wird es nicht mehr lange dauern, bis der Ruf laut wird, die Laufzeiten der Meiler weiter zu verlängern.

Um das zu verhindern und um eine schnellere Stilllegung der Atomkraftwerke zu erreichen, gehen wir wieder auf die Straße. Und wir sollten viele derjenigen, die im letzten Jahr demonstriert haben, in den nächsten Tagen ansprechen, damit sie am 11. März mitkommen.

Denn natürlich ist die Situation eine andere als vor einem Jahr. Damals war die Betroffenheit riesig – und gekoppelt mit der Wut über Merkels Laufzeitverlängerung hat das dazu geführt, dass Hunderttausende auf die Straße gegangen sind. Das wird jetzt sicherlich nicht so sein – auch weil manche denken, der Ausstieg komme jetzt von alleine.

Aber wir wissen es leider besser: Schon einmal ist das schief gegangen, als nach dem rot-grünen Atomkonsens viele dachten, sie müssen nicht mehr aktiv werden. Das endete mit Laufzeitverlängerungen. Damit so etwas nicht noch einmal passiert, sollten wir diesmal schlauer sein und nicht klein beigeben, bis das letzte AKW vom Netz ist. Und was ist dafür besser geeignet als der Jahrestag von Fukushima, weil am 11. März 2011 so vielen Menschen die Augen geöffnet wurden für den Schrecken und die Unbeherrschbarkeit der Atomenergie-Nutzung.

Lasst uns gemeinsam den Angriffen auf die Energiewende etwas entgegensetzen! Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass der Druck steigt, die Atomkraftwerke schneller vom Netz zu nehmen und sämtliche Atomfabriken zu schließen. Lasst uns deutlich machen, dass das, was Bund und Länder gerade in Sachen Endlagersuche aushandeln, dem Problem nicht
gerecht wird und den gesellschaftlichen Konflikt um den Atommüll nicht lösen wird.