Archiv der Kategorie: Datenschutz

Der Yahoo-Obama-Regime-Skandal

Aus dem Startmail Blog » Wie sich der Yahoo-Hack auch auf Sie auswirkt.

Im Jahr 2015 erlaubte Yahoo einer US-Regierungsbehörde ein Spionage-Tool auf seinem System zu installieren, damit Agenten heimlich eingehende E-Mails lesen konnten. So können Sie sich schützen.

Der Yahoo-Hack ist aus mehreren Gründen schockierend:
•    Die US-Regierung kann jede eingehende E-Mail von Yahoo- UND Nicht-Yahoo-Kunden lesen, unabhängig davon, ob sie eines Vergehens verdächtigt werden.
•    Das Spionage-Tool war eigentlich eher eine Schadsoftware, die nicht nur der Regierung, sondern auch Hackern ungehinderten Zugang zu den Benutzerkonten erlaubte.
•    Das wurde durch eine Yahoo-Sicherheitslücke aus dem Jahr 2014 offengelegt, die größte in der Geschichte. In diesem Fall stahl ein Hacker E-Mail-Adressen, Geburtsdaten, Sicherheitsfragen und sogar Passwörter. Mehr als 500 Millionen Kunden waren dem Risiko des Identitätsdiebstahls ausgesetzt.

Dabei ist der Yahoo-Skandal nur die Spitze des Eisbergs. Aus folgenden Gründen:

Jede US-amerikanische Organisation hat sich den staatlichen Überwachungsanforderungen in Übereinstimmung mit dem Patriot Act zu fügen – und darf per Gesetz kein Wort darüber verlieren, sonst drohen rechtliche Konsequenzen. Wenn Ihr E-Mail-Provider GMail, Outlook oder ein anderer US-basierter E-Mail-Service ist, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass eine US-Regierungsbehörde auch Ihre E-Mails im Jahr 2015 gelesen hat, genauso wie E-Mails von Yahoo. Die US-Regierung könnte sogar gerade jetzt Ihre E-Mail-Nachrichten lesen, aber das werden Sie wahrscheinlich nie erfahren.

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StartMail hat seinen Sitz den Niederlanden, außerhalb der US-Gerichtsbarkeit, und ist nicht von der US-Massenüberwachung betroffen. Außerdem ist Privatsphäre in den Niederlanden gesetzlich geschützt.

Wir berechnen einen fairen Marktpreis für unsere Leistungen. Das gibt uns die Garantie, dass wir tatsächlich nur für unsere Kunden arbeiten können. Wir müssen keine Rücksicht auf Werbekunden, Unternehmen oder Regierungsbehörden nehmen, da wir uns selbst finanzieren. Und weil wir diesen fairen Preis berechnen, können Sie langfristig auf uns zählen.

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Wir bieten sichere private E-Mail-Accounts mit userfreundlichen Features wie One-Click-PGP-Verschlüsselung, sodass nur die Menschen, denen Sie schreiben, Ihre E-Mails lesen können. Aber nehmen Sie uns nicht einfach nur beim Wort:  Finden Sie es selbst heraus.

Es wird Sie sicher freuen, dass StartMail die US-Regierung und neugierige Werbetreibende von Ihrem Posteingang fernhält. Und um Ihnen den Deal zu versüßen, geben wir Ihnen für begrenzte Zeit einen 25%-Rabatt auf ein einjähriges StartMail-Abo (Sie erhalten also 3 Monate gratis). Ihre monatlichen Kosten für E-Mail-Privatsphäre und Ruhe machen damit nur noch rund € 3.- aus. Das ist weniger als Sie für eines dieser hippen Coffee-to-go-Getränke bezahlen.

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Ans Herz gelegt: Browser-Erweiterungen für Datenschutz

Datenschutz ist ein Menschenrecht und muss gegen den Griff der Konzerne genauso verteidigt werden, wie gegen die dreisten Angriffe der Nachrichtendienste NSA, CGHQ, BND, …

Dein Webbrowser ist nicht Dein Freund: Er lässt zu, dass Dein Surf-Verhalten verfolgt wird, während Du Dich durchs Web bewegst, gibt oft persönliche Informationen über Dich preis und ist eine dauernde Wunde endloser Sicherheitsprobleme. Das schreiben die freien Vögel von riseup.net und ich kann nur empfehlen, sich diese Informationen und Tipps genau anzusehen. Das ist kein Zufall sondern Absicht. Entgegen aller markigen Werbesprüche sind Browser-Firmen die Wünsche der Werbeindustrie wichtiger als Deine Privatsphäre und Sicherheit.

So gab es Beispielsweise in den 90-iger Jahren eine riesige Debatte [1] über die Auswirkungen der Cookies von Drittanbietern auf die Privatsphäre. Folge war, dass die offizielle technische Spezifikation für Cookies verlangte [2], dass diese Form von „Überwachungs“-Cookies standardmäßig deaktiviert sein sollte. Was meinst Du, was daraus geworden ist? Fast alle Browser ignorierten diese Anforderung unter dem Druck der Werbe-Firmen [3]. 

2010: Nachdem ein*e Mozilla-Entwickler*in Cookies von Drittanbietern standardmäßig deaktivierte, wurden die Werbetreibenden verdammt wütend und wie es der Zufall so will, befahlen die Mozilla-Geschäftsführer*innen, dass die Änderung sofort rückgängig gemacht werde [4]. Nach diesem Vorfall brachten die Browserfirmen unauffällig einen neuen Cookie-Standard heraus, der es ihnen erlaubte, die Cookies von Drittanbietern standardmäßig zu aktivieren.

Das Cookie-Debakel ist nur eines von vielen Beispielen. Wenn eine der Browser-Firmen Deine Sicherheit und Privatsphäre respektieren würde, würden sie fremde http-Referrer, Flash, Java-Applets, und Cookies von Drittanbietern einfach abschalten. Google hat ein sehr gutes Team für Browser-Sicherheit, aber ihnen sind die Hände gebunden aufgrund politischer Firmenentscheidungen, mit denen Google die Werbeindustrie bei Laune hält.

Alles also ein Trauerspiel. Trotzdem kannst Du Deine Browser-Nutzung ein klein wenig besser und sicherer machen, indem Du Riseups nützlichen Anleitung zu wichtigen Browser-Erweiterungen folgst:

help.riseup.net/en/better-web-browsing

[1] Shah, R. C., & Kesan, J. P. (2009). Recipes for cookies: how institutions shape communication technologies. http://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=565041

[2] https://tools.ietf.org/html/rfc2109

[3] Bruner, R. E. (1997, May). Advertisers win one in debate over “cookies”: Netscape move may settle sites concern over controversial targeting tool http://adage.com/article/news/advertisers-win-debate-cookies/405/

[4] Soghoian, C. (2010). Thoughts on Mozilla and Privacy. http://paranoia.dubfire.net/2010/12/thoughts-on-mozilla-and-privacy.html

 

Unsere Geräte laufen nicht allein durch Glückwünsche

Wir haben es versucht, aber wir können den Laden hier nicht nur durch guten Willen zusammenhalten. Stattdessen verwandeln wir Geld in Server und Elektrizität und Arbeit und Bandbreite. Zusammen halten diese Dinge unseren kleinen magischen Winkel des Internets aufrecht, in dem die Parole digitale Gerechtigkeit lautet und nicht Big Data.

Wenn Du denkst, es sei wichtig, dass es Alternativen wie Riseup gibt, dann nimm etwas Geld in die Hand und spende noch heute: https://riseup.net/de/spenden

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