Archiv der Kategorie: Krieg

70 Jahre Befreiung des KZ Mittelbau-Dora

Der Verein „Jugend für Dora“ e.V. startet sein Gedenkprojekt „Fahnen der Erinnerung“

Nordhausen. Vor 70 Jahren befreiten amerikanische Truppen das KZ Mittelbau-Dora. Aus diesem Anlass organisiert der Verein Jugend für Dora e.V. in der zweiten Aprilwoche ein Gedenkprojekt zur Erinnerung an die ehemaligen Außenlagerstandorte des Lagerkomplexes Mittelbau.

Unter dem Titel „Fahnen der Erinnerung“ setzen die Mitglieder des Vereins erstmals in allen Gemeinden, in denen zwischen 1944 und 1945 KZ-Außenlager eingerichtet waren, sichtbare Gedenkzeichen. Ab 7. April 2015 stellen sie an zentralen Orten insgesamt 31 „Fahnen der Erinnerung“ in einem einheitlichen Design auf. Ergänzend geben 35 Bodenaufkleber historische Informationen zu den jeweiligen Außenlagern und den Todesmärschen im Zuge ihrer Räumung. Mit diesem Projekt wird erstmals und gleichzeitig auf alle ehemaligen Außenlagerstandorte in der gesamten Harzregion öffentlich aufmerksam gemacht.

Ziel dieses Projekts, das in allen Gemeinden gleichzeitig stattfinden wird, ist es, in der Bevölkerung ein Bewusstsein für die geografische Ausdehnung des KZ-Komplexes Mittelbau zu schaffen. Damit wird auch die Allgegenwärtigkeit der nationalsozialistischen Verbrechen im ländlichen Raum deutlich. Der Verein zeigt mit diesem Projekt, dass das Gedenken an die Befreiung der Mittelbau-Lager nicht nur den Ort der heutigen KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, sondern die gesamte Harzregion betrifft.

Besonders freuen sich die Vereinsmitglieder über die finanzielle Unterstützung des Projekts durch die Doris-Wuppermann-Stiftung sowie durch fast alle beteiligten Gemeinden. Mit diesem Engagement machen sie öffentlich deutlich, dass sie sich der Geschichte der KZ-Außenlager vor Ort als Teil ihrer Regionalgeschichte bewusst sind und das Gedenken an das Leid der Häftlinge bewahren.

Über den Verlauf des Projekts informiert der Verein „Jugend für Dora“ e.V. ab sofort auf einer eigens angelegten Internetseite: Unter www.fahnendererinnerung.wordpress.com können alle die Anbringung der Fahnen und Bodenaufkleber aktuell mitverfolgen. Zudem stellt der Verein am Sonntag, 12. April 2015 um 15 Uhr die Ergebnisse des Projekts im Bürgerhaus der Stadt Nordhausen öffentlich vor. Zu dieser Veranstaltung sind alle Interessierten eingeladen. Der Eintritt ist frei.

 i.A. Andreas Froese-Karow

Jugend für Dora e.V.

Kontakt:

Jugend für Dora e.V.

Carmen Hause, Vereinsvorsitzende

Mail: kontakt@jfd-ev.org

Tel.: +49 (0)1578 4728101

www.fahnendererinnerung.wordpress.com

KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora

Besucherinformation

Kohnsteinweg 20

99734 Nordhausen

Deutschland

Fon: +49 (0)3631 495 820

Fax: +49 (0)3631 495 813

besucheranmeldung(at)dora(dot)de

Nein zum Krieg gegen Syrien

Nein zum Krieg gegen Syrien!

Die Inszenierung für einen geplanten westlichen Militärschlag gegen Syrien erinnert an Kriege gegen Jugoslawien, Irak, Afghanistan, Libyen, die ebenfalls mit dreisten Propagandalügen aufbereitet wurden. Österreich wird durch seine Einbindung in den „Europäischen Auswärtigen Dienst“ immer mehr zum klammheimlichen Komplizen westlicher Interventionskriege. Die Solidar-Werkstatt ruft zu Friedensaktionen auf.
http://www.werkstatt.or.at/index.php?option=com_content&task=view&id=912&Itemid=42

Aufruf zu Friedensaktionen!

Die Solidar-Werkstatt ruft in diesem Zusammenhang zu ersten Friedensaktionen auf:

Samstag, 31. August 2013
Solidaritätsdemo mit den Kurden in Syrien, die derzeit von den vom Westen unterstützen Djihadisten terrorisiert werden
Treffpunkt: 14.30 Uhr, Schillerpark Linz
Aufruf und UnterstützerInnen siehe hier

Mittwoch, 4. September 2013
Mahnwache für Frieden, Demokratie und Selbstbestimmung
– Nein zur kriegerischen Intervention im Nahen- und Mittleren Osten!
– Nein zum religiösen Fanatismus!
– Für aktive Friedens- und Neutralitätspolitik Österreichs!
Ort: Schillerpark Linz
Zeit: 17.30 bis 18.30 Uhr
Veranstalter: DIDF, Solidar-Werkstatt

(2) Solidar-Werkstatt-Dossier zu Syrien: „Die Gewaltspirale durchbrechen!“
Bisherige Solidar-Werkstatt-Beiträge und weitere Hintergrundinformationen zum Syrien-Krieg
http://www.werkstatt.or.at/index.php?option=com_content&task=view&id=862&Itemid=98

(3) „Denn der Menschheit drohen Kriege…“
Das im Mai 2013 von der Solidar-Werkstatt publizierte Buch „Denn der Menschheit drohen Krieg…“ ist angesichts der Eskalation in Syrien leider aktueller denn je. Ein Überblick zu den Inhalten sowie Bestellungsmöglichkeiten finden sich hier
Eine Buchpräsentation findet am Di, 24. September 2013 in Wien statt (Amerlinghaus, 19 Uhr).
siehe http://www.werkstatt.or.at/index.php?option=com_extcalendar&Itemid=57&extmode=view&extid=680

Gier der Fondsmanager siegt über jeden Skrupel

Nach dem Amoklauf im Dezember 2012 wollte sich die US-Beteiligungsgesellschaft Cerberus von den Aktien des Waffenherstellers Bushmaster trennen. Mit dem von Bushmaster hergestellten Sturmgewehr AR 15 hatte der Amokläufer Adam Lanza in der der Kleinstadt Newtown 27 Menschen getötet.

Doch Cerberus-Gründer Stephen Feinberg ist schon zurückgerudert und will sich nicht von Bushmaster trennen, sondern die Firma sogar übernehmen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Reuters. Feinberg stellte ein Konsortium auf, um ein Gebot für die Freedom Group abzugeben, zu der auch Bushmaster gehört.

Cerberus hatte die Unternehmensgruppe unter Druck des kalifornischen Lehrerpensionsfonds CalSTRS zum Verkauf gestellt, der mehr als 750 Millionen Dollar bei dem Finanzinvestor angelegt hat. Der Fonds hatte angekündigt, er werde angesichts des Dramas von Newtown seine Investitionen überprüfen.

Kriegstreiber und Lügner

Die Achse der Kriegstreiber rassels immer heftiger mit den Säbeln. Jüngst schwang der französische Präsident die Keule. Der Einsatz von chemischen Waffen in Syrien sei ein Grund loszuschlagen. Was heißt das denn? Die syrische Regierung hat schließlich erklärt, dass sie keine Chemiewaffen gegen das Volk einsetzen werde. Ob die „Freie Syrische Armee“ auch solche Skrupel hat? Das sieht bei den „Gotteskriegern“ nicht danach aus.

Fahne der Al Qaida weht in Syrien

Im syrischen Bürgerkrieg werden die Anschläge auf die Soldaten der Regierung immer heftiger, die von den westlichen Geheimdiensten finanzierten militanten Gruppen reden verstärkt vom „Heiligen Krieg“ gegen das „ungläubige“ Regime von Assad. Immer häufiger weht die schwarze Fahne der Al Quaida. Das berichtet Die Presse (Österreich).

Syriens Regierung beschuldigt schon lange den Westen und die Saudis als treibende Kraft hinter dem Aufstand und weißt auf die Jihadisten des Terrornetzwerks al-Qaida als Handlanger hin. Das wurde von westlichen Politikern und Geheimdiensten immer als Propaganda abgetan, um die „freiheitlich-demokratischen Regimegegner“ zu diskreditieren. So tönte jüngst der deutsche Außenminister Westerwelle, nachdem gerade die Verwicklung der deutschen Kriegsmarine in die Spionage gegen Syrien aufgedeckt worden war.

Sogenannte „Heilige Krieger“ mischen aber offensichtlich im syrischen Bürgerkrieg mit. Das beweisen die Flaggen, die in Videos militanter Gruppen zu sehen sind: Statt der syrischen schwarz-weiß-grünen Fahne mit drei roten Sternen flattert ein schwarzes Banner, mit der Aufschrift „Es gibt keinen Gott außer Allah“. Die Rhetorik der Milizen sprich von einem heiligen Krieg gegen das ungläubige alawitische Regime.

Die Anschläge von Selbstmordattentätern sind für jihadistische Gruppen typisch. 35 Autobomben und zehn Selbstmordattentäter zählten die Experten vom Washingtoner „Institute of the Study of War“ in den vergangenen sechs Monaten. Mindestens vier gehen auf das Konto von Al Qaida. Die Bombenfallen sind inzwischen so groß, dass sie Panzern gefährlich werden.

Im Juni hatte das „World Jihad Network“ aufgerufen, sich freiwillig für den „Heiligen Krieg“ in Syrien zu melden. Und Iraks Al Qaida-Chef, Abu Bakr al-Baghdadi, widmete die Hälfte einer 33-minütigen Videobotschaft dem Nachbarland: Die Kämpfer in Syrien hätten der Welt eine Lektion erteilt „in puncto Courage, Jihad und Geduld“, meinte der Terrorplaner.

Krieg im Namen Gottes
Seit Februar kursiert im Internet ein Video mit maskierten Männern, die vor zwei schwarzen Al Qaida-Fahnen ihre Kalaschnikows schwingen: „Wir stellen Selbstmordkommandos auf, um Krieg im Namen Gottes zu führen“, deklamiert ein Sprecher in Arabisch, wie bei Botschaften des Terrornetzwerks üblich.

Der oppositionelle Syrische Nationalrat und die „Freie Syrische Armee“ (FSA) bestreiten die zunehmende Präsenz von Terrorkämpfern an ihrer Seite. Ein lokaler Kommandeur der FSA gab gegenüber der „New York Times“ hingegen zu, Jihadisten zur Kooperation eingeladen zu haben.

„Wir sind hundertprozentig sicher, auf unseren Fahndungslisten stehen dieselben Namen wie bei den Syrern“, sagte ein Mitarbeiter von Iraks Premier Nuri al-Maliki.

Die in Syrien aktiven Extremistengruppen haben einen bevorzugten Zugang zu Geld aus Golfstaaten wie Saudiarabien oder Katar. Und das macht sie für andere oppositionelle Gruppen und auch für die „Freie Syrische Armee“ zu einem nützlichen Bündnispartner.

Das Terrornetzwerk al-Qaida und verwandte jihadistische Gruppen rufen verstärkt zu einem „Heiligen Krieg“ gegen Syriens Regierung auf. Es werden vor allem aus dem Irak zahlreiche Kämpfer einsickern, die viel Erfahrung in Guerillakampf und Bombenbau haben.
(Quellen: Die Presse, Österreich)