Archiv der Kategorie: Ökologie

Julia Klöckner und die Lobby stoppen

Berlin, 08.08.2019. Den Sonderbericht des Weltklimarates (IPCC) kommentiert Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW):

„Hunderte Wissenschaftler machen einmal mehr deutlich, dass es an allen Ecken und Enden brennt bei Landwirtschaft und Ernährung. Wir überlasten unsere Ressourcen. Ob zu viel Treibhausgase, verschmutzte Gewässer durch ein unwirksames Düngerecht oder Artensterben durch schädliche landwirtschaftliche Praktiken: Der Weltklimarat fordert zu Recht einen radikalen Umbau von Landwirtschaft und der Art und Weise, wie wir essen.

Gut ist: das Rad muss für eine zukunftsfähige Produktion nicht neu erfunden werden. Die Blaupause heißt Öko-Landwirtschaft. Hunderttausende Bauern weltweit zeigen erfolgreich, wie wir innerhalb der Belastungsgrenzen unserer Erde ausreichend gesundes Essen produzieren können. Bio bringt viele Wirkungen, die Wissenschaftler einfordern.

Der Grund liegt im System: Bio setzt auf Viehbesatz, der an die Flächen angepasst ist, nutzt keine energieaufwändigen Kunstdünger oder naturfremden chemisch-synthetischen Pestizide. Das vermindert den Energieaufwand der Landwirtschaft, wodurch der CO2-Fußabdruck schrumpft. Die Böden werden lebendiger, speichern mehr CO2 durch Humusaufbau und können die Folgen von Extremwetter besser abpuffern, die eine Begleiterscheinung der Klimakrise sind. Und vor allem: Produkte, die ökologisch produziert werden, haben einen wahren Preis, denn es entstehen keine Kosten, die der Allgemeinheit aufgeladen werden. Vor allem Fleisch ist nicht nur hochwertiger, sondern auch deutlich teurer. Die automatische Folge: Es wird weniger Fleisch verbraucht – ganz ohne Verbote oder politische Einschränkungen.

Die Chance Öko-Landbau muss Politik dringend ergreifen. Deutschland muss deshalb in den Verhandlungen mit den EU-Partnern über die Reform der Gemeinsame EU-Agrarpolitik einfordern, dass ein hoher und im Zeitverlauf bis auf 100 % ansteigender Anteil der Agrarausgaben für Klima- Tier-, und Umweltschutz eingesetzt wird. Denn aktuell steckt die Landwirtschaft in einem Teufelskreis. Als wesentlicher Produzent von Treibhausgasen schadet die Landwirtschaft dem Klima. Und die Klimakrise schadet den Bauern.

Dass die Bundesregierung das Ziel 20 % Ökologische Landwirtschaft in den Koalitionsvertrag geschrieben hat, war der erste, richtige Schritt. Jetzt muss sie dieses Ziel mit den Möglichkeiten aller Ressorts angehen. Es darf nicht die Aufgabe lediglich des Landwirtschaftsministeriums bleiben.“

Alle Pressemeldungen auf http://www.boelw.de/presse/meldungen/
BÖLW-PM: Ökolandbau ist klarer Punktsieger bei Umwelt- und Ressourcenschutz, s. http://www.boelw.de/news/…chutz/.

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Dreckige Geschäfte im weißen Kittel

Undurchschaubare Kontraste

Kontrastmittel sollen bei radiologischen Untersuchungen wie CT-Scans für mehr Durchblick sorgen. Welche Kosten die Mittel in unserem Gesundheitssystem auslösen, ist hingegen völlig intransparent, wie die ARD in dieser Woche berichtete. Die Recherche deckt auf, dass Radiologen für die Mittel deutlich mehr abrechnen als sie selbst dafür bezahlen. 100 Millionen Euro könnten so jedes Jahr versickern.

Radiologen: Extra-Profit mit Kontrastmitteln (daserste.de)

Blüten für Insekten

Haben Sie genug Blüten für Insekten?

Im Sommer finden Insekten kaum noch Blüten, die ihnen Pollen oder Nektar bieten. Schauen Sie jetzt mal mit kritischem Blick durch Ihren Garten. Blüht es zu wenig, legen Sie doch im September einfach eine Blumenwiese an. Oder pflanzen eine dieser Insekten-Freunde: Salbei, Schafgarbe, Echtes Johanniskraut, Blutweiderich, Steinklee, Besenheide, Efeu, Natternkopf, Königskerze, Mauerpfeffer, Fetthenne, Glockenblume, Thymian, Borretsch, Lavendel, Stockmalve, ungefüllte Dahlien, Herbst-Sonnenbraut, Sonnenhut (Echinacea und Rudbeckia).

Quelle: Neudorf Newsletter

AbL fordert: Marktmacht eindämmen, konzern-unabhängige Saatgutzüchtung stärken

Georg Janßen, Bundes­geschäfts­führer der AbL: „Trotz dieser sich schon im Vorfeld abzeichnenden konzerngewogenen Entscheidung der EU-Kommission gibt es ermutigende Zeichen bei Bäuerinnen und Bauern, in der Zivilgesellschaft und bei Züchterinnen und Züchtern. Saatgut und Ernährung sind wieder Thema. Saatgutfeste und Tauschbörsen erfahren großen Zulauf.

Kleinere Züchtungsunternehmen sowie Bäuerinnen und Bauern und Gärtner haben sich auf den Weg gemacht, eine konzernunabhängige Saatguterzeugung aufzubauen.

Wir fordern die neue Bundesregierung auf, einen staatlichen Saatgutfonds einzurichten, der transparent und demokratisch, ökologische und konventionelle Züchtungsprojekte fördert, die samenfestes, nachbaufähiges, gentechnikfreies Saatgut entwickeln. Das ist eine praktische Antwort auf die Herausforderungen des Klimawandels und für eine gesunde vielfältige Ernährung für alle.

Die Förderung der großen Saatgutkonzerne über Millionen schwere Forschungsprogramme ist hingegen einzustellen.

Eiweiß Strategie

Praxisnah: forschen, fördern, informieren

Die beiden Förderprogramme BÖLN und Eiweißpflanzenstrategie präsentieren sich am 3. und 4. Juli 2019 gemeinsam auf den Öko-Feldtagen in Grebenstein nahe Kassel. Im 500 Quadratmeter großen BÖLN-Zelt (Standnummer B1) stellen Forscherinnen und Forscher aus elf Projekten ihre Arbeit und aktuelle Ergebnisse vor.

Bundeswettbewerb ÖkoLandbau

21.06.2019

Jetzt bewerben: Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau

Biobetriebe mit innovativen und zukunftsweisenden Ideen können sich noch bis zum 28. Juni 2019 für den Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau 2020 bewerben. Gesucht werden erfolgreiche Konzepte für den gesamten Betrieb oder einzelne Teilbereiche.

Dazu zählen zum Beispiel ungewöhnliche Ideen für die Produktverarbeitung oder -vermarktung, im Bereich des Natur- und Ressourcenschutzes oder auch im Energiemanagement. Auch innovative Lösungen bei Maschinen und Ackergeräten sind gefragt. Teilnehmen können Betriebe, die seit mindestens zwei Jahren nach den EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau zertifiziert sind. Eine unabhängige Jury wählt maximal drei Sieger aus, die ein Preisgeld von jeweils bis zu 7.500 Euro erhalten. Die Preisverleihung findet im Rahmen der Internationalen Grünen Woche 2020 in Berlin statt.

Ausführliche Informationen rund um die Bewerbung und die kompletten Bewerbungsunterlagen sowie Imagefilme zu den Siegerbetrieben finden Interessierte im Internet unter www.oekolandbau.de/bewerbung-bundespreis

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