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Bedrohte Ressource: Witzenhäuser Konferenz zum Bodenschutz

04.12.2018

Universität Kassel

Fruchtbare Böden bilden die Grundlage unserer Ernährung. Doch zunehmend geraten sie unter Druck und drohen, ihre Funktion als Nährstoff- und Wasserspeicher nicht mehr erfüllen zu können und zu erodieren.

Die 26. Witzenhäuser Konferenz erörtert unter dem Motto „Der letzte Dreck?!“ Bodenschutz in Politik und Praxis.
Link: http://idw-online.de/de/event61936

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Behinderung von Betriebsräten

Rund zehn Prozent der Betriebsräte erleben häufig Behinderungen durch die Chefetage – knapp 60 Prozent beurteilen Verhältnis als gut

Meistens kommen Betriebsrat und Management in deutschen Unternehmen ganz gut miteinander klar. Doch Schikanen gegen Arbeitnehmervertreter, über die in den Medien immer wieder berichtet wird, sind offensichtlich nicht nur Einzelfälle: Rund zehn Prozent der Betriebsräte sehen sich vom Arbeitgeber in ihrer Arbeit „häufig“ behindert, weitere 40 Prozent erleben „manchmal“ Blockaden. Das Verhältnis zur Chefetage bewerten zehn Prozent der Beschäftigtenvertreter in Deutschland nur als „ausreichend“, weitere fünf Prozent sogar als „mangelhaft“. Das zeigen neue Zahlen aus der repräsentativen Betriebsrätebefragung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung. Zusammen mit weiteren interessanten Daten zu Mitbestimmung und Arbeitswelt sind sie im neuen Böckler-Portal „Arbeitsmarkt im Wandel“ abrufbar (Links unten).

Das Engagement von Betriebsräten sorgt für bessere Bedingungen am Arbeitsplatz, auch für mehr Familienfreundlichkeit und betriebliche Weiterbildung oder dafür, dass Urlaub wirklich genommen werden kann. Solche positiven Wirkungen für die Beschäftigten bestätigen zahlreiche wissenschaftliche Studien – und auch, dass davon letztendlich das gesamte Unternehmen profitiert, etwa durch eine höhere Produktivität (siehe auch den Forschungsüberblick; Link unten). Die Mehrheit der Arbeitgeber, in deren Betrieben es eine Arbeitnehmervertretung gibt, scheint sich auch um eine gedeihliche Kooperation zu bemühen: Immerhin beurteilen knapp zehn Prozent der im Jahr 2017 vom WSI befragten Betriebsräte das Verhältnis als „sehr gut“, weitere knapp 50 Prozent als „gut“.

Doch da, wo die Noten 4 oder insbesondere 5 vergeben werden, „darf bezweifelt werden, ob damit noch eine ‚vertrauensvolle‘ Zusammenarbeit möglich ist“, wie sie das Betriebsverfassungsgesetz fordert, schreibt WSI-Forscher Dr. Helge Baumann. Auffallend ist nach Analyse des Experten, dass die Arbeitsbeziehung zwischen Führungsetage und Beschäftigtenvertretung häufiger schlecht ist, wenn das Unternehmen keinen Tarifvertrag hat. In Firmen ohne Tarifregelung sprechen gut 18 Prozent der Betriebsräte von einem „ausreichenden“ oder gar „mangelhaften“ Verhältnis. In Unternehmen mit Tarifvertrag sind es dagegen knapp 11 Prozent.

Die neue WSI-Auswertung gibt auch einen aktuellen Überblick darüber, mit welchen Anliegen Betriebsräte am häufigsten befasst sind. Top-Themen sind – mit über 80 Prozent Nennungen – Arbeitsschutz und Gesundheit. Dabei geht es zunehmend häufig auch um psychische Belastungen durch Arbeitsverdichtung und zu geringe Personalstärke. Zudem ist die Arbeitszeit sehr häufig Thema für Beschäftigte und ihre Vertreter. Dabei geht es ebenso um Überstunden und vom Arbeitgeber betriebene Flexibilisierung wie um Wünsche von Beschäftigten nach flexibleren Arbeitszeiten, um Beruf und Privatleben unter einen Hut zu bringen.

Zum Daten-Portal „Arbeitsmarkt im Wandel“ mit allen Grafiken zu Betriebsräten: www.boeckler.de/wsi_115427.htm

Direktlink Grafik Behinderung der Betriebsratsarbeit: www.boeckler.de/wsi_115429.htm

Direktlink Verhältnis Arbeitgeber und Betriebsrat: www.boeckler.de/wsi_115433.htm

Direktlink Themen der Betriebsratsarbeit: www.boeckler.de/wsi_115432.htm

Forschungsüberblick zur Wirkung von Mitbestimmung: www.boeckler.de/Hans-…ft.pdf

Ministerin Julia Klöckner: Schäbig

Die Deutsche Umwelthilfe schreibt:

„Mit über 150.000 Unterschriften haben Sie unsere Petition gegen den Einsatz von Pestiziden und zum Schutz der Schmetterlinge unterstützt – dafür sagen wir auch an dieser Stelle nochmals herzlich DANKE!!!

Welcher Anlass hätte besser gepasst als das 9. Nationale Forum zur biologischen Vielfalt, um Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner diese Forderung symbolisch zu überreichen?

Leider hatte Ministerin Klöckner jedoch kein Interesse und verweigerte die Annahme.

Nicht so die Umweltministerin: Svenja Schulze erklärte sich spontan bereit, die Petition für die Bundesregierung entgegenzunehmen.

Dafür, dass Ministerin Klöckner 150.000 Stimmen für eine nachhaltigere Landwirtschaft kommentarlos ignoriert, haben wir kein Verständnis. Sagen Sie ihr doch gerne auch noch einmal, was Sie davon halten und leiten Sie danach unsere Protestmail-Aktion an Ihre Freunde und Bekannten weiter!“

Genau das mache ich.

Kakao: Es muss mehr getan werden

Obwohl Schokoladenunternehmen seit Jahren mehr Nachhaltigkeit versprechen, hat sich die Situation der Kakaobauern und -bäuerinnen in Westafrika kaum verbessert. Zu diesem ernüchternden Ergebnis kommt die neue Ausgabe des Kakao-Barometers. Das Kakao-Barometer des europäischen VOICE-netzwerks gibt regelmäßig einen Überblick über Nachhaltigkeitsinitiativen im Kakaosektor und wird in Deutschland von SÜDWIND, Inkota und Solidaridad mit herausgegeben.
Das Wort „Nachhaltigkeit“ ist in der Schokoladenindustrie seit einigen Jahren in aller Munde. Alle großen Schokoladenunternehmen haben mittlerweile eigene Nachhaltigkeitsprogramme. Viele der großen Hersteller haben sich zudem dazu bekannt, für ihre Schokolade mittelfristig ausschließlich zertifizierten Kakao zu verwenden. Das neue Kakaobarometer belegt jedoch: Die bisherigen Anstrengungen der Unternehmen reichen bei weitem nicht aus, um die strukturellen Probleme im Kakaosektor zu lösen.
So sind in der Elfenbeinküste selbst Bäuerinnen und Bauern, deren Kakao Fairtrade-zertifiziert ist, weit von einem existenzsichernden Einkommen entfernt: sie müssten dafür im Durchschnitt fast dreimal so viel verdienen. Auch das Versprechen, die schlimmsten Formen der Kinderarbeit bis 2020 um 70 Prozent zu reduzieren, werden die Schokoladenhersteller nicht einhalten können.
Lesen Sie im neuen Kakao-Barometer, woran der Kakaosektor krankt, was Kakaobäuerinnen und- bauern brauchen und was die Schokoladenindustrie und die Regierungen der Kakao-Konsumländer jetzt tun müssen. Es geht um existenzsichernde Einkommen und die Einhaltung von menschenrechtlichen Sorgfaltspflichen!
Download/Bestellung
Ansprechpartner:
Friedel Hütz-Adams
Telefon: 0228- 763698-15
E-Mail: huetz-adams@suedwind-institut.de