Mitleid? Mit den arbeitslosen Kolleginnen und Kollegen

Statt Schiffen oder Bürogebäuden haben Anleger in Deutschland in den vergangenen Jahren vermehrt Transportcontainer als Anlage entdeckt. Seit vorige Woche ist nun ein Teil der Firmengruppe P&R pleite, Deutschlands größtem Anbieter von Schiffscontainer-Investments. Mehr als 50.000 Anleger sind betroffen, es könnten 3,5 Milliarden Euro Anlagegelder verloren sein – die größte Anlegerpleite seit Jahren.

Quelle: Finanzblick

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Paul Schreyer reicht Beschwerde beim Presserat gegen Spiegel ein

Die Cover-Schlagzeile des SPIEGEL vom 17. März 2018 („Todesgrüße aus Moskau“) unterstellt eine bewiesene Schuld russischer Täter für den Mordanschlag auf den Doppelagenten Sergej Skripal. Da dieser Beweis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung ausstand (und bis heute aussteht), verstößt die Schlagzeile in eklatanter Weise gegen Ziffer 13 des Pressekodex ( http://www.presserat.de/pressekodex/pressekodex/ ) („Unschuldsvermutung“)

In den Fernseh- und Rundfunk-Nachrichten wird auch seit Wochen gegen den Pressekodex verstoßen. Aber die sind ja längst zur NATO-Pressestelle verkommen.

https://paulschreyer.wordpress.com/2018/03/21/spiegel-cover-zum-fall-skripal-beschwerde-beim-presserat-eingereicht/

Kriegshetze gegen Russland stoppen

Dass unsere verkommene „news-factory“ uns täglich „eine pasteurisierte Version“ der Welt serviert, ist schon schlimm genug, doch jetzt ist ein Punkt erreicht, an dem das Ganze unerträglich und sehr gefährlich wird, denn diese perfide Hetze hat ein Ziel: Krieg gegen Russland und das bedeutet Europa (vollgestopft mit NATO-Stützpunkten und Waffen) geht seinem „Armageddon“ entgegen.

Als Präsident Putin kürzlich neue, sehr potente Waffensysteme vorstellte, war das für viele Menschen ein Hoffnungsschimmer. Nicht das die Produktion von Kriegswaffen etwas positives wäre, doch damit schien zumindest die Hemmschwelle der US-NATO, einen Krieg anzuzetteln, höher zu werden.

DER PSYCHO-KRIEG
Doch das „anglo-amerikanisch-zionistische Establishment“ verfügt über eine extrem wirkungsvolle Waffe, gegen die Russland (bis dato) nichts aufbieten konnte: die politische bzw. psychologische Kriegsführung (engl. PSYWAR).

https://medienschafe.files.wordpress.com/2018/03/mausfeld-20-mio-victims-of-us.jpg Vom Abschuss eines Flugzeuges (MH 17) in der Ukraine, über die „Annexion“ der Krim, das (Assad unterstellte) „Giftgas“ und die „brutalen Bombardierungen“ der Russen in Syrien, all das und mehr ist Teil einer verlogenen Hetzkampagne, die das Feindbild Russland in unsere Köpfe einpflanzen soll, währen die Massenmörder der NATO-Staaten, ihre degenerierten Verbündeten im Nahen Osten (Saudi Arabien, UAE, Israel, Jordanien) und deren synthetische, schwer bewaffnete „Rebellen“ weiterhin tausende Menschen terrorisieren, vertreiben und töten.

Die eigenen, widerlichen Verbrechen werden auf den Gegner projiziert, vor dem uns die wirklichen Verbecher dann „beschützen“ müssen – das ist der verräterische modus operandi, mit dem diese Psychopathen seit Jahren arbeiten. Das gelingt ihnen, weil unsere erbärmliche Presse als hirnloses „Echo-Chamber“ fungiert.

Aktuell erleben wir eine ungeheuerliche Scharade über einen „Giftgas-Anschlag“ in der englischen Stadt Salisbury.
Was uns hier geboten wird, ist so schäbig, dass man nur von einer Beleidigung der Intelligenz sprechen kann. Doch unsere Fließband-Journaille nimmt auch den größten Schwachsinn gerne auf und vervielfältigt ihn, ohne etwas in Frage zu stellen. Nick Davies zitiert in seinem medienkritischen Buch „Flat Earth News“ den Satz:

„Sie schreiben, was man ihnen gibt.“
So ist es. Schauen wir uns an, was hier an absurdem Theater gespielt wird: (Now playing🙂

The poisoned Spy on a Park Bench (because we say so…)

Die britische Regierung klagt Russland an, hinter einem Mord-Versuch („Anschlag“) zu stecken, dem zwei Menschen zum Opfer gefallen sind (aber noch leben). Der „pensionierte“ Doppel-Agent Sergei Skripal ( https://de.wikipedia.org/wiki/Sergei_Wiktorowitsch_Skripal ) und seine 33-jährige Tochter, die in Russland lebt und ihn besucht hat.

https://medienschafe.files.wordpress.com/2018/03/skripal-1.jpg
Wir lesen, dass beide am 4. März „bewusstlos“ auf einer Parkbank in der Nähe eines Shopping Centers ( https://completelyretail.co.uk/scheme/The-Maltings-Salisbury ) in Salisbury gefunden wurden. Die Poliz ( https://www.wiltshire.police.uk/article/1737/Update-on-major-incident-in-Salisbury ) ei sagt, es gab keinerlei Hinweis auf eine Verletzung. Die beiden wurden ins Krankenhaus gebracht und befinden sich seitdem in „kritischer Verfassung“. Was das genau heißen soll, ist unklar. Eine seriöse, medizinische Diagnose gibt es nicht.

Ein Polizist, der am Einsatz beteiligt war, DS Nick Bailey soll ebenfalls von dem „Nervengift“ betroffen sein. Er liegt auch im Krankenhaus, ist aber ansprechbar und erholt sich bereits. Aber auch über seine konkrete Diagnose gibt es keine Informationen und niemand macht ein Interview mit ihm.

DAS BLINDEN-KINO (mit spezieller „Bildbeschreibung“)
Theresa May hat ihn gestern (15.März) im Krankenhaus besucht ( https://www.wiltshire.police.uk/article/1782/Statement-from-Chief-Constable-and-Police-and-Crime-Commissioner-after-Prime-Minister-s-visit ) . Normalerweise wäre das eine „Photo-Op“: die Presse fotografiert die Premierministerin am Krankenbett, Lob für den „mutigen“ Polizisten (der ja nicht wusste, ob bzw. dass es „gefährlich“ war), Lächeln für die Kamera, usw.

Doch auch hier sind keine Bilder erlaubt, kein O-Ton von DS Bailey. Niemand kann sich selbst von seinem Zustand überzeugen. Niemand hört die Aussagen der Ärzte. BLACKOUT.

Stattdessen hat man ein Presse-Center ( https://www.wiltshire.police.uk/article/1752/Salisbury-s-multi-agency-press-facility-statements ) eingerichtet, wo man gut klingende, aber nichtssagende „Botschaften“ verbreitet:

„Unsere Gedanken sind bei den 3 Patienten, die in den Vorfall der letzten Woche involviert waren und bei ihren Familien. Sie sind in guten Händen. Unsere medizinisches Personal arbeitet hart um die beste medizinische Versorgung zu gewährleisten- 24 Stunden täglich. Zwei der Patienten, ein Mann in den 60ern und eine Frau in den 30ern sind in einem kritischen, aber stabilen Zustand auf der Intensivstation. Der Polizist, der auch Teil der Einsatztruppe war, ist bei Bewusstsein und stabil. Ich bedanke mich bei unserem Personal für sein Engagement .. bla, bla, bla.“

Das sind natürlich die fadenscheinigen PR-Sprüche einer NHS-Managerin, nicht die eines Arztes. Dass das örtliche Krankenhaus „rote Zahlen ( http://www.bbc.com/news/uk-england-wiltshire-42852666 ) “ schreibt und rigorose „Sparmaßnahmen“ die Qualität der Versorgung gefährden und das Personal unter Druck setzt, braucht ja niemand zu interessieren. Das ist eben neoliberale Politik- Made in UK.

Der Rest der „Presse-Mitteilungen“ sind leere Phrasen, mit denen man sich gegenseitig „gratuliert“, dass man so toll zusammengearbeitet hat.
UNVEREINBARE AUSSAGEN
https://medienschafe.files.wordpress.com/2018/03/met-uk.jpg Am 13. März veröffentlichte „Scotland Yard“ (die Metropolitan Police ( http://news.met.police.uk/news/update-incident-in-salisbury-298351 ) in London, („Counter-Terror“-Unit SO15) die die Untersuchung leitet) eine Stellungnahme, darin hieß es:

„Hundreds of officers, including local police teams, detectives from across the counter-terrorism network, forensic experts, intelligence analysts and the military are combing the area for evidence to establish who is responsible for this reckless and despicable act.“

Die ermittelnde Polizeibehörde sucht also mit einem umfassenden Experten-Team intensiv nach Beweisen, um herauszufinden, WER für die Tat verantwortlich ist. Das ist umso schwerer, weil man auch nicht weiß, WO der „Anschlag“ verübt wurde. Es muss also überall gesucht werden, wo sich die beiden aufgehalten haben. (WIE der Anschlag verübt wurde, weiß man auch nicht).

Doch am selben Tag sagte PM Theresa May vor dem britischen Parlament:

* Es sei „jetzt klar“, dass die Skripals vergiftet wurden und zwar mit
* Einer Art militärischem Nerven-Kampfstoff „wie Russland sie entwickelt hat“
* Der Name dieser Gruppe sei „Novichok“

Bereits hier wird klar, dass eine bösartige, politische Scharade gespielt wird, in der die Wahrheit auf der Strecke bleibt.

Wie kam man zu der „Schlussfolgerung“, dass Russland „höchstwahrscheinlich“ für die Tat verantwortlich sei? Die Grundlagen dafür seien (so May- wörtlich):

* Das Nervengift sei eindeutig von CW-Experten in Porton Down identifiziert worden
* Das „Wissen“ , Russland habe diesen Stoff schon früher produziert und könne es noch immer
* Russland sei dafür bekannt, staatlich organisierte Morde zu begehen und
* die Einschätzung, dass Russland einige „Überläufer“ als legitime Kandidaten für Morde betrachte

Demgemäß gäbe es nur zwei plausible Erklärungen für die Vorfälle in Salisbury am 4. März:

* Entweder steckt der russische Staat direkt dahinter („Anschlag auf unser Land!“) oder
* Die russische Regierung hat die Kontrolle über diesen „potentiell katastrophal schädlichen“ Stoff verloren (zugelassen, dass er in andere Hände fiel)

Der (groteske) Außenminister, Boris Johnson übermittelte dann ein „Ultimatum“ an den russischen Botschafter, in dem verlangt wird, RU müsse „sofort das komplette Novichok-Programm“ gegenüber der OPCW offenlegen und zwar am nächsten Tag.
WIE REAGIERT RUSSLAND?
Auf diesen respektlosen, arroganten Ton hat Russland natürlich entsprechend geantwortet und die „Deadline“ verstreichen lassen. Russland hat den britischen Botschafter ins Außenministerium zitiert und jede Beteiligung an dem „Anschlag“ zurückgewiesen.

https://medienschafe.files.wordpress.com/2018/03/sergey-lavrov.jpg Sergei Lavrov sagte in einer Pressekonferenz klar und deutlich: Russland ist nicht verantwortlich. Die Forderung Moskaus, Proben des Nervengiftes zu übermitteln, damit andere Experten es untersuchen können, wurde abgelehnt. Russland sei bereit zu kooperieren, im Einklang mit der CWC, wenn auch die britische Regierung ihren Verpflichtungen daraus nachkomme, betone Lavrov. Demgemäß habe Russland 10 Tage Zeit, auf die Vorwürfe zu antworten (nicht 24 h).

Um festzustellen, wer hier lügt und wer nicht, muss man die Aussagen von May überprüfen und dabei stellt man rasch fest, dass die Grundlagen bzw. die Behauptungen alle UNWAHR sind.

Vor allem die Suggestion, nur Russland käme als Quelle des Giftstoffes in Frage. Wenn Porton Down ihn „eindeutig“ identifiziert hat, kennen sie auch die chemische Formel, sonst kann man ja keine Nachweismethoden dafür entwickeln. (Mehr dazu in Teil 2).

BASIS DER FOLGENDEN ANALYSE: Logisches ( https://de.wikipedia.org/wiki/Logik ) Denken und Rechtsstaatliche Prinzipien

Wenn jemand einer Straftat bezichtigt bzw. verdächtigt wird, müssen bestimmte Regeln eingehalten werden:

* Die Polizei muss in einem Ermittlungsverfahren Beweise / Indizien sammeln, die den Verdacht ausreichend begründen / erhärten, damit eine solide Anklage vorbereitet werden kann, die gerichtstauglich ist
* Der Beschuldigte hat das Recht auf eine Verteidigung, die aber nur möglich ist, wenn er und sein Anwalt genau über die Anklagepunkte informiert sind
* Es gilt die Unschuldsvermutung: Solange die Schuld nicht bewiesen ist, gilt der Angeklagte als unschuldig

Diese rechtsstaatlichen Grundsätze wurden von der britischen Regierung (und ihren schäbigen „Unterstützern“ in Deutschland, Frankreich und den USA) gebrochen (siehe Screenshot unten)

https://medienschafe.files.wordpress.com/2018/03/tagesschau-salisbury-partners-in-crime.jpg?w=840

Zur Veranschaulichung der schäbigen Methoden, die in Deutschland als „Journalismus“ durchgehen, nehme ich – wieder einmal – die Tagesschau ( https://test.tagesschau.de/ausland/skripal-faq-101.html ) , weil diese – immer noch- eine sehr große Reichweite hat.

Hier wird suggeriert, man wolle „Fragen beantworten“, doch wenn man genau hinsieht, wird nur weiter haltlose Propaganda wiedergekäut:

https://medienschafe.files.wordpress.com/2018/03/tagesschau-salisbury-1.jpg?w=840
Logisches Denken konsequent zu vermeiden, scheint eine Voraussetzung für einen Job bei der Tagesschau zu sein, denn diese „Antworten“ sind eben KEINE. Man wiederholt – als braver Papagei – erneut, was May „im Parlament sagte“, als ob das eine akzeptable „Begründung“ für einen so schweren Vorwurf wäre.

https://medienschafe.files.wordpress.com/2018/03/tagesschau-salisbury-2-png.jpg?w=840

Der Trick: Was zu beweisen wäre, wird so behandelt, als wäre es eine Tatsache. („Das Attentat ist mit…verübt worden…, …wurden produziert).
LOGIK # 1
Wir wissen eben nicht , ob es sich um „Novichok“ handelt, ja nicht einmal, dass es dieses ominöse Programm wirklich gab –

(Nur der in die USA emigrierte Mirzayanov behauptet das; er sagte aber auch, dass die „precursors“, also die chemischen Ausgangsstoffe für diese binären Nervengifte praktisch in jeder Pestizid-Fabrik hergestellt werden, da Organophosphate ( https://de.wikipedia.org/wiki/Phosphors%C3%A4ureester ) , die auf unsere Felder gesprüht werden, eben auch (aber weniger) neurotoxisch sind; damit ist aber das Argument widerlegt, dass nur Russland solche Nervengifte herstellen könne und dass Russland für den Einsatz solcher Stoffe durch andere verantwortlich sei);

-oder dass tatsächlich ein solcher Nerven-Kampfstoff verwendet wurde.

Alle diese Premissen sind völlig unbewiesen und gehen auf eine einzige Quelle zurück. Dazu zitiert der Guardian ( https://www.theguardian.com/uk-news/2018/mar/07/russian-spy-police-appeal-for-witnesses-as-cobra-meeting-takes-place ) den stv. Leiter der „Anti-Terror“ Einheit von Scotland Yard:

„Rowley said scientists had identified the substance used. He refused to reveal what the specific poison was….… Scientists at Porton Down have assisted in the investigation, which is being led by Scotland Yard’s counter-terrorism command, SO15, with significant help from the intelligence agencies.“

Der undurchsichtige Nexus aus britischem Geheimdienst, Militär und dem staatlichen CW-Forschungslabor in Porton Down ist also die Quelle.

https://medienschafe.files.wordpress.com/2018/03/indep-britgov-biowarfare-2015.jpg Diese Leute arbeiten aber für die britische Regierung und sind deshalb nicht unabhängig. Sie könnten sogar selbst in den „Anschlag“ verwickelt sein, schließlich war Skripal ein Doppelagent für den MI6. Porton Down betreibt selbst massive CW-Forschung und hat diese Nervengifte auch an der eigenen Bevölkerung sowie in den „Kolonien“ getestet.

(Mehr über Porton Down und die Chemiewaffen-Story in Teil 2)
Anmerkung: Geheimdienst /Militär /Regierungen sind keine verlässlichen Quellen, (milde ausgedrückt), das wissen wir spätestens seit dem Theater um die nicht vorhandenen „Massenvernichtungswaffen“ von Saddam Hussein, um einen verbrecherischen Krieg gegen den Irak zu legitimieren und durch die – nachweislich – falschen Behauptungen über Libyen und Syrien.

Das britische Parlament hat selbst in einem Untersuchungsbericht ( https://publications.parliament.uk/pa/cm201617/cmselect/cmfaff/119/119.pdf ) festgestellt, dass die britische Regierung nicht die Wahrheit gesagt hat, was die angeblichen Gräueltaten von Gaddafi betraf.

Kommen wir zurück zur Beweisführung:
Der Nachweis für den Einsatz bekannter „Giftgase“ wie Sarin, etc. kann auf zweierlei Wegen erbracht werden:

Erstens, durch die sichtbaren Symptome:

* Zusammenziehen der Pupille
* Starke Muskelkrämpfe
* Unkontrolliertes Entleeren von Blase und Darm (sprich: „die Hosen voll“)
* Stark tränende Augen, „laufende“ Nase und starker Speichelfluss
* Blau-verfärbte Haut (Zyanose) wegen Sauerstoff-Mangel in den Zellen

KEINES dieser Symptome wurde aber in Salisbury geschildert, (das wäre auf einer öffentlichen Parkbank oder in einem Restaurant ja sehr aufgefallen) geschweige denn von unabhängigen Ärzten oder Toxikologen bestätigt. (Siehe oben – sie waren „bewusstlos“ und die Polizei dachte zuerst, man habe es mit Drogenmissbrauch zu tun).

Zweitens, durch forensische Analysen am Tatort und natürlich der Laborwerte der Betroffenen im Krankenhaus. In beiden Punkten wird aber nichts verlautbart, das ist eindeutig eine „Nachrichtensperre“, eine Zensur. Man gibt den Ermittlern keine Zeit, mehr herauszufinden, sondern verurteilt „Putin“ im PSYOP-Schnellverfahren.

DIE CHEMISCHE SEIFENBLASE IN SALISBURY
https://medienschafe.files.wordpress.com/2018/03/ds-nick-bailey1.jpg?w=840 Ein veröffentlichtes Statement von Nick Bailey ( https://www.wiltshire.police.uk/article/1750/Words-from-Sgt-Nick-Bailey ) lautet so: Er (Polizist in Salisbury) sei dankbar für die Unterstützung und Anteilnahme und

„“He also wishes to say that he was part of a group of officers and other emergency service colleagues who dealt with the initial incident. He wants to say that he does not consider himself a ‚hero‘, he states he was merely doing his job ….“
Diese Aussage ist wichtig, denn man muss sich fragen, warum nur er im Krankenhaus liegt und die anderen Einsatzkräfte nicht. Laut Guardian ( https://www.theguardian.com/uk-news/2018/mar/12/salisbury-mp-convinced-residents-are-safe-from-nerve-agent ) haben sich diese „fast eine Stunde lang“ am Einsatzort aufgehalten (ohne jegliche Schutzkleidung):

„Police and paramedics worked on the couple at the scene for almost an hour in ordinary uniforms… They did not have specialist protective clothing and members of the public also strolled nearby“.

Am Abend gingen sie dann in das Haus von Skripal, ebenfalls in normaler Kleidung.

* Wieso liegen also nur 3 Leute im Krankenhaus, wenn das Gift so gefährlich ist, dass es als „chemische Waffe“ eingestuft wird?
* Wieso ist keiner der Ärzte davon betroffen (die ja bei Einlieferung nicht wussten, dass die Patienten „kontaminiert“ waren), wenn diese Art von Giftstoffen „sehr langsam abgebaut“ werden (sie habe eine ölige, zähe Konsistenz und sind schwer zu entfernen; auch nicht durch Waschen)
* Wieso ist niemand gestorben? Bei einem Nervengift, das „8-10 mal effektiver ist als (das tödlichste) VX“ (das bedeutet Tod durch Ersticken in Minuten)

LOGIK 2
Es gibt kein einziges Statement eines behandelnden Arztes oder eines unabhängigen, forensischen Experten, der irgendwelche konkrete Aussagen über den medizinischen Zustand der beiden „Opfer“ gemacht hat. Welche Symptome die beiden haben, welche Analysen/ Untersuchungen gemacht wurden, wie sie behandelt wurden, wie die Prognosen sind, etc.

Es gibt nur die bloße Behauptung / Anschuldigung der britischen Regierung, dass ein verbotenes, extrem gefährliches Nervengift zum Einsatz kam, das usprünglich von der Sowjetunion entwickelt wurde.

https://medienschafe.files.wordpress.com/2018/03/ard-fed-by-us-2.jpg
Eine weitere Frage der Tagesschau „Warum legt London keinen Beweis vor?“ ist natürlich die Crux in diesem Kontext und müsste dazu führen, die politischen Motive der britischen Regierung an sich zu untersuchen. (Was die Tagesschau natürlich nicht tut…)

Wie lautet nun die Antwort? (Logisch gedacht: Weil es keine Beweise gibt, weil es eine perfide, politische Kampagne ist )

„London begründet sein Verhalten gegenüber Moskau und der OVCW mit der nationalen Sicherheit“.

Das ist aber wieder keine Analyse und auch keine gültige „Begründung“, sondern nur ein Nachplappern der Schein-Argumente und der ultimative Schutzschild der Geheimdienste:

Man verschanzt sich hinter diesem Begriff „national security“ um die demokratiefeindliche Geheimniskrämerei zu legitimieren und seine Verbrechen zu verschleiern. In einem Rechtsstaat ist es aber völlig unzulässig, jemandem eine schwere Straftat vorzuwerfen, ohne konkrete Anhaltspunkte offenzulegen und ohne die Ergebnisse eines Ermittlungsverfahrens abzuwarten.

Schon allein darin sieht man, dass es sich hier um „political warfare“ handelt, durch die Russland immer mehr isoliert werden soll.
„London sieht Moskau in der Erklärpflicht“ ist auch ein guter Witz, denn was soll Russland denn erklären, wenn nicht einmal klar ist, was wirklich passierte? Wenn es bloß politisch motivierte Anschuldigungen gibt, obwohl die eigene Polizei noch völlig im Dunkeln tappt? Wie gesagt: Die Anklage muss ihre Vorwürfe beweisen, nicht der Beklagte seine Unschuld.

Wie voreingenommen gegen Russland die Tagesschau ist, zeigt dieser Punkt:

https://medienschafe.files.wordpress.com/2018/03/tagesschau-salisbury-3-png.jpg?w=840
Die Forderung nach Beweisen – völlig legitim – als „Abwehrstrategie“ Moskaus zu bezeichnen, ist eine moralisch-negative Bewertung der Redaktion um damit das Verhalten der russischen Regierung zu desavouieren. Das – schamlose – Verhalten der britischen Regierung wird aber in keiner Weise hinterfragt. Durch Assoziation mit dem „Diktator“ in Syrien soll Russland noch mehr abgewertet werden:

Die „Giftgasangriffe der Regierungsarmee“ in Syrien sind keine Tatsache, sondern Teil der Dämonisierungskampagne gegen Präsident Assad, das wurde ja schon mehrfach bewiesen (siehe Hersh, Postol, Carla del Ponte, Tim Andersen, schwedische Ärzte, usw. – Stichwort Syrien auf diesem Blog)

Die Unverschämtheit geht aber noch weiter, wenn die Tagesschau Präsident Putin unterstellt, er nutze den Konflikt um durch „markige Worte“ wenige Tage vor den Präsidentenwahlen zu punkten.

Die Motive der britischen Regierung werden nicht hinterfragt, deren Verhalten nicht kritisiert.

DAS NATO-HEUCHLER-QUARTETT
https://medienschafe.files.wordpress.com/2018/03/the-evil-quartett.jpg Angesichts dieser Umstände ist die „Verlautbarung“ von Merkel, Macron und Trump ein Skandal.
„Der Druck auf Moskau“ wird also größer. Moskau muss alles „offen legen“, während die britische Regierung nichts „offenlegt“, sondern haltlose Anschuldigungen vorbringt.

May, Merkel, Macron & Trump spielen sich hier nicht nur als Ankläger, sondern gleich auch als Richter und Geschworene auf. Hier wieder aus der Tagesschau:

„Verstoß gegen das Völkerrecht“

Die vier Staaten zeigten sich „entsetzt“ über den Anschlag und verurteilten die Tat scharf. „Es handelt sich um einen Übergriff gegen die Souveränität des Vereinigten Königreichs. Ein solches Vorgehen verletzt eindeutig die Bestimmungen des Chemiewaffenübereinkommens und das Völkerrecht“, erklärten die vier Staats- und Regierungschefs weiter.

… Frankreichs Präsident Macron kündigte zudem „Maßnahmen“ als Reaktion auf den Giftanschlag an. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg sieht in dem Anschlag einen Versuch, den Westen zu destabilisieren. „Der Angriff in Salisbury passt in ein Schema, das wir seit vielen Jahren beobachten“, sagte Stoltenberg.

Wie gesagt, man tut so, als ob die Schuld Russlands bereits feststeht und um das „böse Kind“ zu bestrafen, muss der moralisch perfekte NATO-Vormund das ungezogene Kind maßregeln. Dass die kriminelle NATO das Wort „destabilisieren“ auch nur in den Mund nimmt, schlägt dem Faß den Boden aus (siehe z.B. Gansers Illegale Kriege)

Mit welchem Recht die britische Regierung am Mittwoch „Vergeltungsmaßnahmen“ verhängte, fragt die Tagesschau nicht.

„Russland trage mit „hoher Wahrscheinlichkeit die Verantwortung“ für die Giftattacke Skripal, betonen die vier Staats- und Regierungschefs. Es gebe „keine plausible alternative Erklärung“. Zudem stelle man fest, dass Russlands Weigerung, auf die berechtigten Fragen Londons einzugehen, „einen zusätzlichen Anhaltspunkt für seine Verantwortlichkeit ergibt“.

Besonders der letzte Satz ist „Doppelthink“ in action, denn die Weigerung Londons, auf berechtigte Fragen und Zweifel einzugehen (Jeremy Corbyn wird im Parlament in alter Goebbels-Manier beschimpft, weil er das als einziger tut), wird nicht kommentiert.

Damit schließt sich auch die Bundesregierung öffentlich der Einschätzung der britischen Regierung an, dass Russland hinter dem Anschlag auf Skripal und seine Tochter Julia steckt.“ (Tagesschau)

Politische Kriegsführung ist keine „Einschätzung“, sondern eine perfide Methode, einem anderen Staat (oder Staatschef) die „Schurkenrolle“ zuzuweisen, um die Bevölkerung zu manipulieren und Zustimmung für das eigene, schäbige, aggressive Verhalten zu generieren.

Natürlich gibt es „plausible, andere Erklärungen“, doch die werden einfach ignoriert, weil damit die Rollenverteilung zwischen „Gut“ und „Böse“ ins Wanken gerät.

Damit beschäftigen wir uns auch in Teil 2.

https://medienschafe.files.wordpress.com/2017/08/scapegoat-russia.jpg

P.S. Es gibt anscheinend doch noch ein paar Leute in der Tagesschau-Redaktion, die noch ein Gewissen haben.
Das Interview ( https://test.tagesschau.de/ausland/skripal-interview-101.html ) mit Jan van Aken von der Linkspartei liefert genau die Punkte, die ansonsten überall unterschlagen wurden. Doch hier kann man sich natürlich hinter der Rubrik „Meinung“ verschanzen…und die Beweise sind nicht „hauchdünn“, es gibt keine.

Geheime „Beweise“ zählen nur etwas in einer Bananenrepublik…

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Der Westen im kollektiven Wahn

In der London Review of Books, einer der wenigen verbliebenen intelligenten Zeitungen des Westens, schloss der Leitartikel, der sich mit einer Krise der britischen Politik insgesamt befasst, vergangene Woche mit folgendem Satz: „Englands Unglück besteht darin, dass sich Angelegenheiten von größtem Ernst nun in den Händen von grundsätzlich unseriösen Leuten befinden.“

Datenschutz gegen Bundesnetzagentur

Mein eMaildienst Posteo liegt im Clinch mit der Bundesnetzagentur, die ohne gesetzliche Grundlage auf Daten zugreifen will. Dagegen wehrt sich Posteo:

Ergebnisse des Gutachtens

1. Posteo ist als internetbasierter E-Mail-Dienst als Telekommunikationsdienst
i.S.d. § 95, § 3 Nr. 24 TKG zu qualifizieren. Nach der aktuellen
Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts Köln, determiniert auch bei einer
Signalübertragung über das Internet der Diensteanbieter den
Übertragungsvorgang, so dass das Tatbestandsmerkmal der Signalübertragung über
Telekommunikationsnetze erfüllt ist

2. Bei den bei Posteo vorhandenen, auf Basis von Mobilfunknummern „gehashten
und gesalteten“ Daten handelt es sich nicht um Bestandsdaten von Teilnehmern
i.S.d. § 95 i.V.m. § 3 Nr. 3 TKG. Es lässt sich bereits nicht feststellen, ob
es sich bei der dem Hashwert zugrunde liegenden Mobilfunknummer um ein
Teilnehmerdatum i.S.d. § 95 TKG handelt oder um ein Nutzerdatum handelt, das
vom Anwendungsbereich des § 95 TKG schon nicht erfasst ist. Selbst wenn man
aber die vom Kunden eingegebene Mobilfunknummer als relevantes Bestandsdatum
qualifizieren würde, wird durch den Einsatz von Salt-Wert und
kryptographischer Hashfunktion noch in der lokalen Umgebung des Nutzers eine
Anonymisierung dieses Datums bewirkt, bevor Posteo dieses übermittelt bekommt.
Diese hat zur Folge, dass es sich jedenfalls mangels herstellbaren
Personenbezugs bei den allein gespeicherten Hashwerten nicht mehr um
Teilnehmerdaten i.S.d. § 95 TKG handelt. Ein Rückschluss auf den Klartext oder
die Person des Kunden ist auf Basis der zu Posteo übermittelten Daten
technisch nicht möglich.

3. Darüber hinaus handelt es sich bei diesen anonymisierten Daten, die nicht
gezielt zur Erbringung des Dienstes abgefragt, sondern rein optional und auf
Initiative des Kunden übermittelt werden, auch nicht um vom Anbieter des
Dienstes i.S.d. § 95 TKG „erhobene“ Daten.

4. Auch der von Posteo verwendete, für jeden Kunden individuell eingesetzte
„Salt-Wert“ stellt kein Bestandsdatum i.S.d. § 95 TKG dar. Dieser Wert weist
weder einen Bezug zum Vertragsverhältnis auf, noch weist er den erforderlichen
Personenbezug auf, ist demnach auch kein Teilnehmerdatum im Sinne des
Gesetzes.

5. Als Anbieter eines öffentlich zugänglichen Dienstes der elektronischen Post
ist Posteo schließlich auch nicht zur Erhebung und Speicherung von
Bestandsdaten verpflichtet. Die in § 111 Abs. 1 Satz 3 TKG enthaltene
Speicherpflicht bezieht sich lediglich auf Daten, die der Anbieter ohnehin
erhebt.

Toyota-Journalismus

0,3 Prozent – oder waren es doch 0,4?

Genau kann ich mich nicht mehr erinnern. Es ist einfach schon zu lange her, mehr als 30 Jahre. Damals, in den 1980er Jahren, zeigte das ZDF, das inzwischen zur Abspielstätte für Krimis und Herzkino degeneriert ist, mit einer gewissen Regelmäßigkeit noch richtig gute Fernsehspiele. Mit „gut“ meine ich: politisch-aufklärerisch.

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