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Wer rettet wen beimEuro-Rettungsschirm?

Wir hatten Sie im September bereits mit unserem neuen Filmprojekt bekannt machen wollen: „Wer rettet wen? – Wie wir die Risiken des Finanzmarkts tragen“. Wie Sie vielleicht wissen, haben wir beste Erfahrungen gemacht mit Filmen, die durch „Filmförderung von unten“ finanziert wurden: Wer den Film mit mindestens 20€ fördert, bekommt anschließend eine DVD, die erfahrungsgemäß nicht nur im Wohnzimmer flimmert. Was ein solcher Film erreichen kann, zeigt vor allem unser letztes so finanziertes Projekt „Water Makes Money“.

Nun möchten wir Sie fragen, ob Sie uns für das neue Projekt Ihr Vertrauen schenken wollen. Knapp 400 Menschen unterstützen bereits „Wer rettet wen?“ mit einem hervorragenden Ergebnis: 27.300 €. Wenn wir bis Ende des Jahres 50.000 € schaffen, ist das Projekt auf einem sicheren Weg.

Schon bei „Water Makes Money“ und den Filmen davor (WUH u. BUH) mussten wir feststellen, dass bei klammen öffentlichen Finanzen der Druck auf die Privatisierung der öffentlichen Einrichtungen wie der Wasserversorgung zunimmt. Seit die ersten Banken 2008 mit vielen hundert Milliarden öffentlicher Mittel gerettet wurden bis zu den aktuellen Rettungsschirmen, wurde dieser Druck noch massiv erhöht: Die staatliche Verschuldung hat sich seither in Europa im Schnitt etwa verdoppelt.

Seither regiert in Europa der Sparkommissar. In Berlin, Bremen, Saarland und Schleswig-Holstein wacht ein „Stabilitätsrat“ über die Haushalte. In Griechenland regiert die Troika und hat dort sofort die Privatisierung der Wasserwerke verfügt. Überall wird zuerst beim öffentlichen Dienst sowie bei ökologischen und sozialen Projekten gespart. Arbeitsplätze werden abgebaut, Arbeitszeiten entgrenzt, und der feste, tariflich geregelte Arbeitsplatz ist vielfach schon die Ausnahme. In Spanien und Griechenland ist man bereits beim Abbau der öffentlichen Gesundheitsvorsorge und der Plünderung von Rentenkassen. Es wird gespart, weil die Kassen leer sind. Zur selben Zeit hat man aber hunderte Milliarden für Banken und Rettungsschirme – angeblich um Griechenland, Spanien, Italien und Portugal zu retten. Der Film „Wer rettet wen?“ zeigt, wer damit wirklich gerettet wird: Nie ging es um unsere Arbeitsplätze, nie um die Rettung der Griechen, nie um die Spanier oder Portugiesen. Stets geht es nur um das Wohl der Hauptverdiener an diesen Krisen: den dort mit hochriskanten Spekulationen engagierten Großbanken. Den Beschäftigten und sozial Benachteiligten hingegen werden alle milliardenschweren Risiken zugemutet!

Deshalb bitten wir Sie, Investieren Sie in den Film „Wer rettet wen?“! Helfen Sie mit, ein Stück Ihrer Zukunft zu sichern. Verbreiten Sie den Aufruf anbei, wo immer Sie vermögen.
Mit jeder Spende sind Sie Förderer/in des Filmes. Ab 20 € erhalten Sie eine DVD-Kopie mit der Lizenz zur nichtkommerziellen Vorführung. Zahlungen bitte auf folgendes Konto Empfänger: Wer Rettet Wen, Konto-Nr.: 2020346200, GLS Bank, BLZ: 3060967

27.300 € haben wir bereits erreicht!!! 130.000 € ist das Ziel! Helfen Sie mit!

Es grüßt herzlich
Ihr WerRettetWen- Filmteam.

film@whos-saving-whom.org | www.wer-rettet-wen.org | WRW auf Facebook

—– Artikel auf iPad erstellt / c4harry

Europäischer Tarifbericht des WSI: Reallohnverlust droht

In 16 von 27 EU-Staaten drohen in diesem Jahr Reallohnverluste

In der Mehrzahl der EU-Staaten gehen die Reallöhne zurück. Die Konjunkturkrise in Europa dürfte das weiter verschärfen. Das geht aus dem neuen Europäischen Tarifbericht des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung hervor, der in den WSI-Mitteilungen erschienen ist.*

Den Löhnen in Europa droht eine Abwärtsspirale: In 16 von 27 EU-Staaten müssen die Beschäftigten in diesem Jahr mit Reallohnverlusten rechnen. Die Europäische Kommission erwartet daher im EU-Durchschnitt ein Minus von 0,5 Prozent. 2011 waren die Löhne in der Gemeinschaft nach Abzug der Preissteigerung bereits um durchschnittlich 0,9 Prozent zurückgegangen. Besonders drastisch ist die Entwicklung in Südeuropa: Für Griechenland wird in diesem Jahr ein Rückgang des Reallohnniveaus um 7,5 Prozent prognostiziert, Portugals Löhne werden 2012 preisbereinigt um 6,1 Prozent sinken (siehe auch die Länderauswahl in einer Infografik im Böckler Impuls; Link unten). Aber auch in den Niederlanden, Großbritannien oder Dänemark drohen den Beschäftigten zum zweiten Mal in Folge reale Lohnverluste.

Die deutschen Reallöhne entwickeln sich günstiger: Die EU-Kommission rechnet für 2012 mit einem geringfügigen Plus von 0,3 Prozent. Andere Prognosen gehen von gut einem halben Prozent aus. Damit gehört Deutschland zu den wenigen EU-Ländern, deren Beschäftigte seit 2010 zumindest keine Lohnverluste hinnehmen mussten. In der Bundesrepublik dürften die Reallöhne zwischen 2010 und Ende 2012 insgesamt um knapp zwei Prozent zunehmen, hat WSI-Tarifexperte Dr. Thorsten Schulten für den Tarifbericht errechnet. Dagegen sind sie in im gleichen Zeitraum in Griechenland um rund 20 Prozent gesunken, in Portugal um gut zehn Prozent und in Spanien um knapp sechs Prozent. Allerdings konnte mit dem realen Zuwachs in Deutschland bislang nur ein kleiner Teil der Einbußen der 2000er-Jahre ausgeglichen werden: Deutschland ist nach Schultens Berechungen der einzige Staat in Europa, dessen Reallohnniveau zwischen 2001 und 2009 gesunken ist – um 6,3 Prozent.

Der Verteilungsspielraum, der sich aus der Summe von Produktivitäts- und Preisentwicklung ergibt, wird hierzulande in diesem Jahr erstmals seit 2009 wieder ausgeschöpft, so der WSI-Experte. In der EU insgesamt bleibt die Verteilungsbilanz hingegen negativ. Das heißt: Die Lohnquote geht im EU-Durchschnitt weiter zurück, die Umverteilung zugunsten der Kapitaleinkommen setzt sich fort.

Der europaweite Rückgang des Lohnniveaus entspricht nach Schultens Analyse einer bewussten politischen Strategie der EU-Staaten und der Europäischen Kommission. Nach dem langjährigen Vorbild Deutschlands sollten Lohnmoderation und Reallohnverluste zu neuer Wettbewerbsfähigkeit führen und dadurch einen Weg aus der Krise ebnen.

Aussicht auf Erfolg habe diese Strategie aber nicht: „Mit der Unterordnung der Lohnpolitik unter die Wettbewerbspolitik droht eine allgemeine Absenkungsspirale, die die ökonomische Krise und Stagnation in Europa weiter verschärft“, schreibt der Wissenschaftler. Die bestehenden ökonomischen Ungleichgewichte innerhalb Europas könnten nicht allein durch Anpassungen in den Krisen- und Defizitländern abgebaut werden. Das könne nur gelingen, wenn zugleich die Überschussländer „auch mithilfe einer expansiveren Lohnentwicklung die wirtschaftliche Dynamik in Europa“ förderten.

*Thorsten Schulten: Europäischer Tarifbericht des WSI 2011/2012,
in: WSI-Mitteilungen 6/2012.

http://194.245.120.122/Sites/A/Online-Archiv/10513″>Download (pdf)

—– Artikel wurde auf meinem iPad erstellt

Hab ich was übersehen?

Ausgerechnet Kaufland wirbt mit großen Lettern für Verantwortung. Mensch und Umwelt seien der Supermarktkette wichtig. Von vielfältigen sozialem Engagement wird da fabuliert.

Solche Worte müssten doch eigentlich mit ihrem faden Beigeschmack im Hals stecken bleiben. Ein paar Wochen vorher wurde enthüllt wie Kaufland mit seinen Mitarbeitern und Lieferanten umgeht. Unmenschlich und pervers. Nein danke!


— erstellt auf iPhone mit BlogPress

einblick 8/2012 vom 30. April

Michael Sommer im einblick-Interview: „Die Ära der Deregulierung ist zu Ende“

Ein Kurswechsel in Europa, eine neue Ordnung der Arbeit und Maßnahmen gegen die drohende Altersarmut – das sind die zentralen Forderungen von DGB und Gewerkschaften zum 1. Mai 2012. Im einblick-Interview beschreibt der DGB-Vorsitzende Michael Sommer, welche fatalen Folgen der rigide Sparkurs nicht nur in den Krisenländern der EU hat und wie Wachstum, Beschäftigung und soziale Gerechtigkeit befördert werden können.

(Seiten 1 und 5)

Französischer Gewerkschaftsdachverband CFDT: Unser Ziel ist Vollbeschäftigung

Der französische Gewerkschaftsdachverband CFDT hatte den Kandidaten zur Präsidentschaftswahl einen Forderungskatalog vorgelegt. Marcel Grignard, stellvertretender CFDT-Generalsekretär, erklärt, was er vom neuen französischen Präsidenten erwartet.

(Seite 2)

Arbeitnehmermobilität: Zuwanderung braucht Gute Arbeit

Seit einem Jahr besteht die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit für den deutschen Arbeitsmarkt auch für Menschen aus den acht neuen EU-Mitgliedstaaten (EU-8). Anlass, eine Bilanz der Situation mobiler ArbeitnehmerInnen aus EU-Staaten in Deutschland zu ziehen.

(Seite 3)

Wandel der Arbeitswelt: „Früher war ich müde! Heute bin ich fertig!“


Prekäre Beschäftigung, Arbeitsverdichtung, Stress, Mobbing – neben den Gewerkschaften nimmt sich auch die katholische Betriebsseelsorge der Probleme der ArbeitnehmerInnen an. Betriebsseelsorger Peter Hartlaub schildert, wie sich die Arbeitswelt aus Sicht der Betriebsseelsorge verändert hat und was die katholische Soziallehre dem Wandel entgegen hält.

(Seite 7)

www.einblick.dgb.de

1. Mai: Auf die Straße für Mindestlohn

Har(t)zer Aktion ruft auf zu den 1. Mai-Demos des DGB: Für Eckregelsatz 500 Euro u. gesetzlicher Mindestlohn 10 Euro


Die „Har(t)zer Aktion“, die gemeinsame Aktions-und Selbsthilfegruppe für Erwerbslose und auch Leiharbeiter, Zeitarbeiter, 400,- Euro Jobber ruft auf, sich an den 1. Mai Demonstrationen des DGB im Landkreis Goslar in kritischer Solidarität zu beteiligen.

Aus Anlass des Urteils des Sozialgerichts Berlin erklärt Hans-Werner Kihm – der Leiter der „Har(t)zer Aktion“ :

„Anstatt zu Hause zu bleiben und vergeblich – wie im Februar 2010 – auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu
Gunsten höherer Regelleistungen beim Arbeitslosengeld II (Hartz IV)
zu hoffen, sollten die bundesweit 7 Mio. Hartz IV-Bezieher u. Aufstocker lieber für einen Eckregelsatz in Höhe von 500 Euro und für einen gesetzlichen Mindestlohn in Höhe von 10 Euro pro Stunde auf die Straße gehen.“

In Goslar trifft sich die „Har(t)zer Aktion“ zur 1. Mai-Demo des DGB um 10 Uhr am Parkplatz Kaiserpfalz / Domvorhalle in Goslar unter einem eigenen Transparent mit beiden Forderungen Eckregelsatz 500 Euro u. gesetzlicher Mindestlohn 10 Euro.

Ausführliche Information – über den Zusammenhang der beiden Forderungen – gibt es auf einem Flugblatt bei der Demo in Goslar und im Internet unter:
Http://www.mindestlohn-10-euro.de

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Böckler Impuls Nr. 02 vom 01. Februar 2012

Der Informationsdienst der Hans-Böckler-Stiftung bringt alle zwei Wochen auf acht Seiten prägnante Analysen und Berichte rund um die Themen Arbeit, Wirtschaft und Soziales. Kurz und anschaulich für Leute mit Zeitnot geschrieben, wertet er konsequent wissenschaftliche Quellen und fundierte Fachsichten aus. Bereichert durch viele Grafiken und Schaubilder, die auch zum Nachdruck abrufbar sind.

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Banken in die Schranken: DGB ruft mit zu Umzingelungen auf

Immer mehr Organisationen unterstützen die für Samstag geplanten Großaktionen in Berlin und Frankfurt am Main: Neu dabei sind der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), der Deutsche Naturschutzring (DNR), die Nichtregierungsorganisationen Fian, Weed und Urgewald, der Bundesverband der Migrantinnen in Deutschland sowie die Jusos.

Unter dem Motto „Banken in die Schranken!“ rufen sie mit weiteren Unterstützern in einem breiten gesellschaftlichen Bündnis dazu auf, am 12. November das Frankfurter Banken- und das Berliner Regierungsviertel mit Menschenketten zu umzingeln. Koordiniert werden die Aktionen von Attac, Campact und den Naturfreunden.

Der G20-Gipfel in Cannes hat es erneut gezeigt: Die Märkte treiben die Politik vor sich her. Ohne unseren massiven Druck von unten wird es nicht gelingen, die Banken in ihre Schranken zu weisen und den Reichtum umzuverteilen. Darum gehen wir am Samstag zu Tausenden auf die Straße.

Es klingt zwar gut, wenn jetzt von erhöhten Eigenkapitalanforderungen für Banken, insbesondere für systemrelevante Banken die Rede ist. Die Umsetzung ihrer Vorschläge aber haben die Staats- und Regierungschefs in Cannes in weite Ferne gerückt. Ähnliches gilt für die Vorschläge zu Schattenbanken, Steueroasen und den außerbörslichen Handel mit Derivaten. Zudem ist es ein Trauerspiel, dass sich die G20 nicht auf eine Finanztransaktionssteuer einigen konnten.

Es ist höchste Zeit, endlich die Macht der Großbanken einzuschränken und dabei auch die Eigentumsfrage zu stellen. Das Aktionsbündnis fordert von der Politik, Großbanken zu zerlegen und demokratischer Kontrolle zu unterwerfen, riskante Finanzprodukte zu verbieten sowie die Profiteure der bisherigen Rettungsschirme endlich angemessen an den Krisenkosten zu beteiligen – unter anderem durch eine europaweite Vermögens- und eine Finanztransaktionssteuer.

Bereits für Freitag rufen verschiedene Gruppen der Occupy- und Echte-Demokratie-Jetzt-Bewegung zu einem globalen Aktionstag unter dem Motto „11.11.11 Occupy The Streets. Occupy The World.“ auf. Das Aktionsbündnis „Banken in die Schranken“ versteht die Umzingelungen in Berlin und Frankfurt als Beitrag zu Protesten der Bewegung.

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