Schlagwort-Archive: Gesundheit

BÖLW-Statement zum Weltgesundheitstag

BÖLW-Statement zum Weltgesundheitstag

Berlin, 06.04.2018. Den diesjährigen Weltgesundheitstag am 7.4. kommentiert Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW):

„Essen ist unser Treibstoff und die Grundlage der Substanz, aus der wir bestehen. Unser ganzer Körper lebt von der Nahrung, die wir tagtäglich essen. Man kann am Weltgesundheitstag deshalb gar nicht anders, als sich mit Ernährung befassen. Und der Art und Weise, wie unser Essen produziert wird.

Gesundheit bedeutet für die Bio-Bewegung mehr als bloße Laborbefunde bei Nahrungsmitteln. Für Bio-Produzenten bedeutet gesund für eine vielfältige, schadstofffreie Umwelt, Gewässer- und Bodenschutz und Artenvielfalt zu sorgen. Denn gesunde Lebensmittel entstehen nicht in einer kranken Umwelt. Gesunde Bio-Lebensmittel entstehen in gesunden Systemen und sind drastisch geringer mit Pestiziden belastet oder enthalten mehr gesundheitsfördernde Stoffe wie etwa Omega-3-Fettsäuren im Fleisch.

Den Ökolandbau auszubauen, wie es Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner vorhat, und die gesamte Land- und Lebensmittelwirtschaft nachhaltig umzubauen, ist Gesundheitsvorsorge und ein Anliegen der gesamten Gesellschaft. Entsprechend muss nicht nur das Landwirtschaftsministerium sondern die gesamte Bundesregierung zusammenwirken, um dieses Ziel zu erreichen.“

Advertisements

Fipronil in Eiern – Wie werden Biogeflügelställe desinfiziert?

In Eiern insbesondere aus den Niederlanden und Belgien wurde das Biozid Fipronil nachgewiesen, auch bei Ware aus ökologischer Erzeugung. Wahrscheinliche Ursache ist ein Desinfektionsmittel.

Hahn_weiss_q-28Welche Mittel sind zur Reinigung von Ökogeflügelställen erlaubt und wie werden Biogeflügelställe normalerweise gereinigt?

Weiterlesen 

https://www.oekolandbau.de/verbraucher/wissen/fragen-und-antworten/biolebensmittel/fipronil-in-eiern-wie-werden-biogefluegelstaelle-desinfiziert/

Kühe mit Hörnern

„Natürlich haben Kühe Hörner“

 Demeter-Höfe zeigen Flagge für horntragende Kühe. Mit den Hornkuh-Weidetafeln will Demeter ein Zeichen gegen die Enthornung und eine Rinderzucht in Richtung genetischer Hornlosigkeit setzen.

Anlässlich der Allgäuer Festwoche präsentierte Demeter-Bäuerin Susanne Schwärzler neue Hornkuh-Weidetafeln. Sie sind Ergebnis einer bayerischen Demeter-Initiative, die das Bewusstsein für die Bedeutung der Hörner stärken will. Als Kuhhorn-Beauftragte von Demeter Bayern unterstützt Susanne Schwärzler den Verband als ehrenamtliche Ansprechpartnerin für Presse und Öffentlichkeit und gibt so den Kühen eine Stimme. Schon seit vielen Jahren setzt sie sich mit ansteckender Leidenschaft dafür ein, dass Kühe ihre Hörner behalten dürfen.
Der Trend geht zur Hornlosigkeit

Hörner werden von Kühen nicht nur als Kommunikationsmittel untereinander genutzt, sie sind ein wesentliches Organ und haben sogar Einfluss auf die Milchqualität. Inzwischen werden über 90 Prozent der Kühe enthornt – eine schmerzhafte Prozedur, die selbst auf Biobetrieben zunehmend zum Standard wird. Außerdem entwickelt sich die Rinderzucht immer mehr in Richtung genetischer Hornlosigkeit – damit droht bereits bei einigen Rassen der unwiederbringliche Verlust der Hörner! Demeter-Bäuerinnen und Bauern dagegen lassen die Kühe ihre Hörner in Würde tragen.

Interessierte können sich direkt informieren

Mit den neuen Weidetafeln können Landwirtinnen und Landwirte direkt am Weidezaun darauf hinweisen, dass sie sich für horntragende Kühe einsetzen. Mit dem Smartphone können Interessierte den QR-Code auf den Schildern scannen und gelangen direkt auf die Website http://www.hornkuh.de.

Die bayerischen Demeter-Bäuerinnen und Bauern sind offen für Verbündete – auch über die Grenzen des Verbands hinweg. Der Demeterverband ist der Meinung, dass sich gemeinsam mit anderen ökologisch wirtschaftenden und konventionellen Landwirtinnen und Landwirten mehr erreichen lässt – im Widerstand gegen das Verschwinden von Hörnern im Stall und auf der Weide. Daher bietet Demeter auch eine „neutrale“ Version der Weidetafel ohne das Demeter-Logo angeboten.

Quelle: Pressemitteilung von Demeter e.V.

Das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP

Das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP

Ein transatlantisches Freihandelsabkommen gefährdet die europäischen Umwelt- und Verbraucherschutzstandards und muss aus diesem Grund dringend verhindert werden.

Download (PDF, 378 kB) http://www.umweltinstitut.org

Verbot von Risikotechnologien wie Gentechnik und Fracking

Werden Sie jetzt auf http://www.umweltinstitut.org gegen das TTIP aktiv. Dort können Sie auch den kostenlosen Newsletter bestellen.
Das Umweltinstitut München ist ein unabhängiger Verein, der sich gegen Atomkraft, für gentechnik- freies Essen, für eine nachhaltige Energiewende und für den ökologischen Landbau einsetzt. Spenden und Förderer garantieren unsere unabhängige Arbeit.

Spendenkonto :
Umweltinstitut München e.V. Konto-Nr: 883 11 03
BLZ: 700 205 00
IBAN: DE16700205000008831103 BIC: BFSWDE33MUE
Bank für Sozialwirtschaft

—– c4harry, Quelle:

Endspurt: 100.000 Unterschriften gegen TTIP


In den letzten Monaten haben wir fast 90.000 Unterschriften gegen das transatlantische Freihandels- und Investitionsabkommen TTIP gesammelt. Das Abkommen bedroht Verbraucherschutz- und Umweltstandards und schwächt die Demokratie zugunsten großer Konzerne.

Diese Unterschriften übergeben wir am 22. Mai in Berlin gemeinsam mit anderen Organisationen aus dem Bündnis ‚ttip-unfairhandelbar‘ an die Politik. Bitte schicken Sie ausgefüllte Unterschriftenlisten deshalb bis zum 19. Mai an uns zurück.

Helfen Sie uns, bis zur Übergabe 100.000 Unterschriften zu sammeln! Unterzeichnen Sie jetzt unseren Appell unter www.umweltinstitut.org/stop-ttip und leiten Sie die Aktion an möglichst viele FreundInnen und Bekannte weiter.

—– c4harry

Dem Bienensterben entgegenwirken

Die ersten Kirschbäume und Apfelbäume warten auf fleißige Bienen, die sie bestäuben. Doch den Bienen geht es nicht gut, das weltweite Bienensterben – ausgelöst durch verschiedene Faktoren wie Futtermangel, Varroa-Milbe und Insektizide – macht sich zunehmend bemerkbar. Eine neue Studie der Freien Universität Berlin hat nun gezeigt, dass Bienen durch Pestizide die Orientierung verlieren können und nicht mehr nach Hause finden.

Die EU will dem Bienensterben entgegenwirken und mit der Reform der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik Schutzflächen für die biologische Vielfalt einführen. Doch die Bundesregierung möchte auf diesen Flächen Pestizide und Kunstdünger erlauben – dies wäre ein weiterer Verlust für die Artenvielfalt. Noch ist die Entscheidung nicht gefallen: erst bei der Agrarministerkonferenz am 3. April beschließen die 16 Agrarminister den Entwurf für die Umsetzung der EU-Agrarreform in Deutschland! Aus diesem Anlass haben das Kampagnen-Netzwerk Campact, die Kampagne „Meine Landwirtschaft“ und weitere Partner eine Unterschriftenaktion gestartet.

Unterschreiben Sie jetzt um die Agrarminister aufzufordern, sich für die Artenvielfalt und gegen das Bienensterben einzusetzen! Die Unterschriften sollen während der Agrarministerkonferenz in Cottbus übergeben werden. Außerdem soll eine Demonstration vor dem Konferenzgebäude stattfinden.

Sie wollen mit uns gemeinsam ein Zeichen für eine bäuerliche, tier- und umweltgerechte Landwirtschaft setzen? Kommen Sie zur Demo nach Cottbus! Weitere Informationen: https://www.campact.de/bienensterben-stoppen/appell/teilnehmen/


—– c4harry, Quelle: Compact, Meine Landwirtschaft

Gudensberger Stadtverordnete beschlossen Veränderungssperre für Mast- und Schlachtbetriebe

Ich las heute den Artikel in der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen zu der Sitzung der Gudensberger Stadtverordneten. Dazu merke ich an:
Die genannten Parteien argumentieren wie Lobbyisten, die zur Rede gestellt werden und die man fragt, was für einen Mist sie eigentlich machen.

Denn niemand ist „gegen die Landwirte“. Massentierhaltung und Massenschlachterei ist kein Problem bäuerlicher Landwirtschaft, sondern der Agrarkonzerne, die den Bauern das Wasser abgraben, die bäuerliche Landwirtschaft durch Preis-Dumping vernichten und dem Verbraucher industriell gefertigten Fraß als „Lebensmittel“ vorsetzen.

Jede Enwicklung in dieser Richtung muss gestoppt und zurückgeschraubt werden. Diesen Konzernen ist das Handwerk zu legen.

Unter dem Aspekt ist der Beschluss der Gudensberger Stadtverordneten zur Veränderungssperre ein richtiger Schritt. Aber dann muss es weiter gehen. Und zwar rückwärts. Das tägliche Massaker an den Hähnchen muss aufhöhten. Wenn ein Unternehmen nicht gewillt oder in der Lage ist, Löhne zu zahlen, von denen die Beschäftige gut leben können und alle Bestimmungen von Natur- und Tierschutz einzuhalten, hat diese Unternehmen kein Recht in Deutschland zu produzieren. Der Hähnchen-Schlachtbetrieb in Gudensberg muss dicht gemacht werden.

—– c4harry