Schlagwort-Archive: International

Heuchler und Geschichtsfälscher

Ohne Stalingrad und die anderen Schläge der Roten Armee gegen die Nazi-Wehrmacht hätte es keinen D-Day gegeben, den Trump, Macron und Merkel bejubelten, als wäre es der Beginn des Untergangs der Wehrmacht.

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Gentechnik bleibt Gentechnik

BÖLW fordert Klarheit und Wahrheit
Gentechnik als Gentechnik regulieren
 
Berlin, 07.06.2019. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) diskutiert heute mögliche Regulierungsoptionen für neuartige Gentechnik-Verfahren wie z. B. CRISPR-Cas. Friedhelm von Mering, Gentechnikexperte des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), nimmt an der Veranstaltung teil und kommentiert:
 
„Heute wurde erneut deutlich: CRISPR und Co. sind Gentechnik und müssen deshalb mit dem Gentechnikrecht reguliert werden. Nur das schützt die legitimen Interessen der Bürgerinnen, der Umwelt und der Wirtschaft.
 
Im EU-Gentechnikrecht ist die Risikoprüfung, Kennzeichnung und Verursacherhaftung verankert. Diese Elemente garantieren Züchterinnen, Landwirten, Unternehmen und ihren Kundinnen Wahlfreiheit. Und sie sind von entscheidender Bedeutung für wirksamen Schutz vor Kontaminationen. Nicht zuletzt gewährleisten sie  auch eine wissenschaftsbasierte Bewertung der mit den neuen Gentechnik-Verfahren erzeugten Organismen.
 
Keine der neuen Gentechniken kann ohne wirksame und unabhängige Prüfung der Ergebnisse als harmlos angesehen werden. Das zu behaupten ist unwissenschaftlich. Denn Verfahren wie CRISPR-Cas können gravierende Veränderungen im Genom und darüber hinaus auslösen. Wie die Genmanipulation auf den Organismus oder die Umwelt wirken, muss deshalb zwingend durch eine Risikoprüfung geklärt werden. Und genau diese garantiert das aktuelle Gentechnikrecht.
 
Auch wenn es immer wieder behauptet wird: Regulierung bedeutet weder ein Forschungsverbot noch beschränkt es Unternehmen darin, Produkte auf den Markt zu bringen.
 
Die Vorschläge zu den neuen Gentechniken, die im BMEL heute präsentiert wurden, sind entweder nicht (vollständig) mit dem Europarecht vereinbar oder untergraben die Wahlfreiheit. Statt sich weiter in Gedankenspielen über Deregulierungen zu verlieren, müssen Bundesregierung und EU-Kommission das EuGH-Urteil endlich umsetzen und z. B. dafür sorgen, dass Unternehmen und Überwachungsbehörden praktikable Nachweisverfahren zur Verfügung stehen.
 
Zahlreiche Arbeitsplätze in der deutschen und europäischen Lebensmittelwirtschaft, die sich mit gentechnikfreier Produktion eine starke Position im europäischen und globalen Lebensmittelmarkt erarbeitet hat, sind gefährdet, wenn neue Gentechniken nicht als diese reguliert werden.
 
Das Geschäftsmodell der neuen Gentechniken bleibt dasselbe wie bei der alten Generation: Patente auf Tiere und Pflanzen. Patente blockieren Innovationen, gerade für kleine und mittelständische Unternehmen in der Züchtung und der Land- und Ernährungswirtschaft.“
 
Mehr zum Thema Gentechnik lesen Sie auf der BÖLW-Webseite.
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https://www.boelw.de/themen/gentechnik/landwirtschaft/

Vorbild: 100 Prozent Bio

Gold Auszeichnung: Politik für Ökolandbau des Bundesstaates Sikkim (2004) und “Sikkim Organic Mission” (2010), Indien

Sikkim ist der erste 100%-Ökolandbau-Staat der Welt. Sein gesamtes Anbauland von 75.000 Hektar wird bio-zertifiziert bewirtschaftet. Bemerkenswert ist insbesondere das schrittweise Verbot von chemischen Düngemitteln und Pestiziden, mit Unterstützung und Anreizen, um so nachhaltige Alternativen zu schaffen. Von der Umstellung auf 100% Bio haben über 66000 Bauernfamilien profitiert. Sikkims Ansatz geht jedoch weit über bloße Öko-Produktion hinaus und hat Land und Menschen nachhaltig verändert. Sozio-ökonomische Aspekte wie Konsum und Wachstum, kulturelle Elemente sowie Gesundheit, Bildung, ländliche Entwicklung und nachhaltiger Tourismus spielen in dem Gesetz eine zentrale Rolle. Dank der Politik ist der Tourismussektor beispielsweise stark expandiert und zwischen 2014 und 2017 um 50% gewachsen.
Quelle: https://www.worldfuturecouncil.org/de/p/2018-agraroekologie/

BlackRock & Co. auf dem Vormarsch – Risiken für Beschäftigte und Wettbewerb

Vermögensverwalter kaufen sich bei deutschen Unternehmen ein, oft finanziert über populäre ETF-Fonds. Allein der Marktführer BlackRock hielt Ende 2016 Anteile im Wert von 6,1 Prozent der Marktkapitalisierung aller Dax-Konzerne. Die Vermögensverwalter versuchen, eine neue Kultur der Unternehmensführung durchzusetzen, bei der Anteilseigner wie sie noch zusätzliche Einflussmöglichkeiten bekommen. Die längerfristigen Interessen von Unternehmen, von Verbrauchern, aber vor allem die der Beschäftigten können dadurch an den Rand gedrängt werden, zeigt eine neue Studie aus dem Institut für Mitbestimmung und Unternehmensführung (I.M.U.) der Hans-Böckler-Stiftung. Stärkere Mitbestimmungsrechte können ein Gegengewicht bilden.

An Einfluss gewonnen haben vor allem internationale Vermögensverwalter wie BlackRock, StateStreet oder Vanguard Group, die häufig ein angelsächsisch geprägtes Verständnis von Unternehmensführung mitbringen, konstatiert Studienautor Alexander Sekanina. Die Finanzkrise hat ihnen wenig anhaben können. Im Gegenteil: Während die Banken aus Sicherheitsgründen stärker reguliert wurden, sind BlackRock und Co. in freiwerdende Geschäftsfelder vorgestoßen. Mittlerweile verkörpern sie damit eine neue Qualität von Anteilseigner: „Neu ist die zunehmende Wucht jener Meinungsmacht, die mit der ähnlichen Ausrichtung, den finanziellen Verflechtungen und dem wirtschaftlichen Einfluss der Vermögensverwalter als maßgeblichen Akteuren an den Finanzmärkten weltweit entstanden ist“, schreibt der I.M.U.-Experte.

Etwa 60 Prozent aller Dax-Aktien befinden sich im Besitz von institutionellen Investoren, der allergrößte Teil davon kommt aus den USA, Großbritannien und dem europäischen Ausland. Allein BlackRock besaß Ende 2016 Dax-Aktien im Wert von rund 62 Milliarden Dollar, was gut sechs Prozent des gesamten Börsenwerts aller Unternehmen im Deutschen Aktienindex entspricht (siehe auch die Infografik; Link unten). Vor allem in Unternehmen mit großem Streubesitz verleiht solch ein einstelliger Anteil bereits erhebliches Gewicht. Bei rund einem Drittel der Dax-Konzerne ist der US-Vermögensverwalter größter Einzelaktionär.

Ein großer Teil des Geldes steckt in passiven, quasi automatisierten Investmentvehikeln, sogenannten ETFs (Exchange Traded Funds). Ein passiver Indexfonds investiert beispielsweise in alle Unternehmen eines bestimmten Index, und zwar so viel, wie es dem Gewicht des Unternehmens im Aktienindex entspricht. Den Anlegern bietet ein ETF die Möglichkeit, mit nur einem Wertpapier in einen ganzen Markt zu investieren. Zu den Kunden zählen in erster Linie Vermögende, aber nicht nur, auch Kleinsparer sind darunter, oft vermittelt über Rentenfonds.

Auch wenn die ETFs bei vielen Anlegern beliebt sind: Ganz so neutral, wie es zunächst den Anschein hat, verhalten sich die Vermögensverwalter nicht. I.M.U. Experte Sekanina sieht problematische Entwicklungen auf drei Ebenen:

Das großflächige Engagement der Vermögensverwalter begünstige „mögliche Kartelltendenzen“. So ist BlackRock nicht nur größter Aktionär bei Bayer, sondern auch zweitgrößter Anteilseigner bei dessen künftigem Fusionspartner Monsanto. Auch Vanguard ist bei beiden Unternehmen ein maßgeblicher Anteilseigner. Bei Linde und Praxair sind die beiden Vermögensverwalter ebenfalls jeweils stark beteiligt. Welche Rolle spielt es für einen solchen Deal, wenn auf beiden Seiten die gleichen Großaktionäre stehen? Was bedeutet es für den Wettbewerb und die Beschäftigten, wenn BlackRock an jedem Unternehmen im DAX beteiligt ist? Mit dieser Frage beschäftigt sich bereits die deutsche Monopolkommission. Verschärft wird das Problem nach Sekaninas Analyse dadurch, dass etwa BlackRock, StateStreet oder Vanguard untereinander Beteiligungen halten.

Zum Zweiten sorge der automatisierte Ansatz der Vermögensverwalter für einen gewissen Gleichklang von Anlageentscheidungen – was einen Herdentrieb auslösen kann, der die Kursschwankungen an den Aktienmärkten verstärkt.

Drittens halten sich die passiven Vermögensverwalter zwar gerne im Hintergrund und überlassen im ungünstigsten Fall aggressiven Finanzinvestoren das Feld. Gleichzeitig verfolgen sie aber – kaum bemerkt von der Öffentlichkeit – auch eigene Ziele. Das zeigen laut Studie zum Beispiel ihre Abstimmungsrichtlinien für Hauptversammlungen, in denen bestimmte Themen immer wieder auftauchen: die Verlagerung von Entscheidungen vom Aufsichtsrat in die Hauptversammlung, zum Beispiel in Fragen der Vorstandsvergütung; die Forderung nach separaten Gesprächskanälen („Investorengespräche“) zwischen einzelnen institutionellen Investoren und dem Management beziehungsweise dem Aufsichtsratsvorsitzenden; die Verlagerung des Unternehmenssitzes ins Ausland, sofern dadurch Kosten gesenkt werden. All diese Initiativen dienen dazu, erläutert Sekanina, die Unternehmensführung nach Aktionärsinteressen auszurichten, während der Aufsichtsrat als Mitspracheorgan der Stakeholder – speziell der Beschäftigten – geschwächt wird.

Das deutsche System der Unternehmensführung müsse „wetterfest gegen einen zunehmenden Import interessenmonistischer Ansätze gemacht werden, welche die Unternehmensleitung alleine auf ein Aktionärsinteresse verpflichten wollen“, so Sekanina. Der erhebliche Einfluss von Vermögensverwaltern und Stimmrechtsberatern auf Unternehmen und politische Prozesse lasse erwarten, dass der Druck hinter diesem „Corporate-Governance-Mainstream“ in den kommenden Jahren noch zunehmen wird. „Der zentrale Pfeiler eines Stakeholder-orientierten Gegenmodells muss somit vor allem eine institutionell gestärkte Unternehmensmitbestimmung sein.“

*Alexander Sekanina: Finanzinvestoren und Mitbestimmung. Wie der Wandel der Investorenlandschaft die Mitbestimmung herausfordert, Mitbestimmungsreport Nr. 42, April 2018.

Download: https://www.boeckler.de/pdf/p_mbf_report_2018_42.pdf

Infografik zum Download im Böckler Impuls 09/2018
https://www.boeckler.de/fotostrecke_boeckler_impuls-r.htm?id=114076&chunk=1

Atomkraft endlich stilllegen

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

heute vor genau 32 Jahren kam es im AKW Tschernobyl zum Super-GAU. Das Unglück zeigte eindrücklich, dass die Atomkraft nicht beherrschbar ist. Dennoch ist die atomare Gefahr nicht gebannt. So steigt mit jedem Tag des Weiterbetriebs maroder Altmeiler wie im belgischen Tihange und Doel die Gefahr eines schweren Atomunfalls in Europa.

Beide AKW sorgen regelmäßig für Schlagzeilen, seit im Jahr 2012 tausende Risse in den Reaktordruckbehältern entdeckt wurden. Solche Defekte am Herzstück der Meiler gefährden die Sicherheit immens. An ihnen würde jede Genehmigung für einen AKW-Neubau scheitern. Doch für den Weiterbetrieb der „Rissereaktoren“ Tihange und Doel drückt die belgische Atomaufsicht beide Augen zu.

Mit einer Petition auf der Plattform change.org fordert die Initiative „Stop Tihange“, ein Netzwerk von Bürgerinitiativen aus Belgien, Deutschland und den Niederlanden, die Risikoreaktoren stillzulegen. Bereits mehr als 280.000 Menschen haben den Aufruf an die belgische Atomaufsicht online unterschrieben. Auch wir unterstützen den Appell von „Stop Tihange“ und möchten Sie heute bitten, dies ebenfalls zu tun – damit sich ein GAU wie in Tschernobyl oder Fukushima niemals wiederholt.

Hier geht’s zur Petition von „Stop Tihange“ auf change.org.

https://www.change.org/p/widersprechen-sie-dem-weiterbetrieb-der-belgischen-rissereaktoren-tihange-2-und-doel-3?utm_source=CleverReach&utm_medium=email&utm_campaign=Newsletter+-+26.04.2018&utm_content=Mailing_7062107

Das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP

Das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP

Ein transatlantisches Freihandelsabkommen gefährdet die europäischen Umwelt- und Verbraucherschutzstandards und muss aus diesem Grund dringend verhindert werden.

Download (PDF, 378 kB) http://www.umweltinstitut.org

Verbot von Risikotechnologien wie Gentechnik und Fracking

Werden Sie jetzt auf http://www.umweltinstitut.org gegen das TTIP aktiv. Dort können Sie auch den kostenlosen Newsletter bestellen.
Das Umweltinstitut München ist ein unabhängiger Verein, der sich gegen Atomkraft, für gentechnik- freies Essen, für eine nachhaltige Energiewende und für den ökologischen Landbau einsetzt. Spenden und Förderer garantieren unsere unabhängige Arbeit.

Spendenkonto :
Umweltinstitut München e.V. Konto-Nr: 883 11 03
BLZ: 700 205 00
IBAN: DE16700205000008831103 BIC: BFSWDE33MUE
Bank für Sozialwirtschaft

—– c4harry, Quelle: