Schlagwort-Archive: Kultur

Kohleabbau im Weltnaturerbe?

Australien könnte Bergbaumagnaten erlauben, einen der größten Kohlehäfen der Welt im Ökosystem des Great Barrier Reef zu bauen — so wird der Zugang zu 8 Milliarden Tonnen Kohle geschaffen und das Überleben dieses Weltnaturerbes aufs Spiel gesetzt.

Aktivisten in Australien üben bereits Druck auf die Regierung aus und die UNESCO hat sich zu Wort gemeldet, doch eine US-Bank in öffentlichem Besitz spielt eine Schlüsselrolle bei diesem Projekt. Weltweiter Duck auf die Bank könnte sie international beschämen und Umweltthemen während der US-Wahlkampfperiode ins Rampenlicht rücken. Wenn die Bank absagt, könnte der gesamte wahnwitzige Plan ins Wasser fallen.

www.avaaz.org/de

—– c4harry.com

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Am breiten rechten Rand der „Mitte“

Am breiten rechten Rand der „Mitte“ – Rechtspopulismus und Rechtsextremismus in der Europäischen Union (07.12. bis 11.12.2011)

Referenten aus fünf Ländern stellen exemplarisch Anknüpfungspunkte und Erscheinungsformen des Rechtspopulismus in ihren Ländern dar, ebenso wie öffentliche und politische Reaktionen darauf. Die Teilnehmenden aus sieben europäischen Ländern (plus Deutschland) setzen die Beiträge in Arbeitsgruppen und Plenumsdiskussion in Beziehung zu ihrer eigenen (Arbeits-)Situation. Schließlich wird gemeinsam eine Einschätzung der Auswirkungen der Aktivitäten dieser Gruppierungen auf die politische Kultur in den Partnerländern und Europas insgesamt versucht.

Der Teilnehmerbeitrag beläuft sich auf 150,- Euro und schließt eine Transfermöglichkeit vom Bahnhof Bad Harzburg zur Bildungsstätte ein (Abfahrtszeit des Shuttles wird noch festgelegt) als auch die Verpflegung und Unterkunft ein. Die Fahrtkosten können bis zu einem Umfang von 70 Prozent erstattet werden. Bitte beachten Sie: Zugrunde gelegt wird dabei die günstigste Reisemöglichkeit. Leider kann das unter Umständen bedeuten, dass beispielsweise eine Zugfahrt der Berechnung zugrunde gelegt wird anstatt des tatsächlich angetretenen Flugs, da die Zugverbindung günstiger wäre.

Die Veranstaltung wird simultan gedolmetscht, Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch.
Begleitend zur Tagung werden wir mit einer eigenen Homepage online gehen, die Informationen über das Seminar und darüber hinausgehende Informationen bereitstellt und ist zu erreichen über www.sonnenberg-international.de/BRR
Wenn Sie selbst an der Tagung teilnehmen möchten oder Sie Interessierte kennen, wären wir Ihnen sehr verbunden, wenn Sie die Informationen über unsere Tagung weiterleiten könnten. Das Programm als PDF können Sie hier ansehen und herunterladen.
http://www.sonnenberg-international.de

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Jugend-Film-Projekt: Freie Plätze

Für ein spannendes bulgarisch-deutsch-englisch-kroatisches Jugendprojekt, das vom 19. bis 26. Oktober auf dem Sonnenberg stattfinden wird, sind kurzfristig Plätze für in Deutschland lebende Teilnehmende (14-18 Jahre) frei geworden!

Dank einer sehr guten Förderung durch die Europäische Kommission beträgt die Teilnahmegebühr nur 80 Euro für die gesamte Seminarwoche und 70% der Fahrtkosten werden erstattet.

Das Projekt fällt in den Bundesländern Niedersachsen, Sachsen, Thüringen und Bremen in die Herbstferien.

Worum es geht?
Es handelt sich um ein Filmprojekt zum Thema ‚Mannsein und Frausein in Europa heute’ für insgesamt 60 Jugendliche aus Bulgarien, Deutschland, Kroatien und England. Das Projekt ist offen für Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren, die Deutsch oder Englisch können (das Projekt ist zweisprachig).

Die Teilnahme an dem Projekt wird mit dem YouthPass der Europäischen Kommission bestätigt. Das Programm ist eine Mischung aus Filmarbeit mit zwei DokumentarfilmerInnen aus Hamburg, ExpertInnennterviews via skype und Outdooreinheiten – dazu natürlich ganz viel Zeit, die anderen Teilnehmenden kennen zu lernen.

Die Teilnahmegebühr für in Deutschland lebende Jugendliche beträgt 80 Euro und 70% der Fahrtkosten werden erstattet!

Insgesamt gibt es 15 Plätze für deutsche Teilnehmende. Ursprünglich wollte eine Gruppe aus einer Schule hier in der Region teilnehmen, musste aber kurzfristig absagen. Das Projekt ist offen für Einzel- und für Gruppeanmeldungen. Die Jugendlichen aus Bulgarien, England und Kroatien freuen sich schon sehr auf das Projekt!

Das Tagungsprogramm und die Ausschreibung für deutsche Teilnehmende gibt es hier:
http://www.sonnenberg-international.de./Veranstaltungen/2009/details_de.php?Mode=1&ID=189

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SÜDWIND-Studie: „Jede geht – warum nicht Du?“

Arbeitsmigration westafrikanischer Frauen – ein Blick nach Ghana, Marokko und in die EU

Siegburg, 26. September 2011: In der heute erschienenen Studie „Jede geht – warum nicht Du?“ verfolgt SÜDWIND den Migrationsweg westafrikanischer Frauen und untersucht zentrale Ursachen und Motive der Migration. Dabei konzentriert sich die Studie insbesondere auf die Arbeitsmigration von Ghanaerinnen, die nach Marokko und auch in die EU ziehen, und fragt nach den sozialen, ökonomischen und rechtlichen Verhältnissen, in denen Migrantinnen in den Zielländern leben. Viele von ihnen leben irregulär in Europa, haben keine Arbeitserlaubnis und können nur im informellen Sektor arbeiten. Diese Arbeitsverhältnisse sind alle ungeschützt und bieten in der Regel keine verlässliche Einkommensquelle und keine soziale Sicherheit.

SÜDWIND plädiert daher für die Umsetzung international verankerter (Arbeits-) Schutzrechte für MigrantInnen, für stärkere gewerkschaftliche und zivilgesellschaftliche Ansätze zur Durchsetzung von Arbeitsrechten, für eine umfassende Legalisierung der zurzeit irregulär in Deutschland lebenden Menschen und eine grundlegende Umorientierung der EU-Handels- und Agrarpolitik.

Anders als das in der europäischen Öffentlichkeit dominierende Bild von schwarzen, jungen, männlichen Bootsflüchtlingen, die ‚in Massen‘ nach Europa strömen, zeichnet die Studie ein differenzierteres Bild von Migration und trägt zur Widerlegung des ‚Mythos der Invasion‘ bei: Die Hälfte der 200 Mio. internationalen MigrantInnen ist weiblich, irreguläre Migration macht ca. ein Viertel dieser Gesamtzahl aus und nur ca. 1 % der afrikanischen MigrantInnen migriert nach Europa.

Dennoch ist in den letzten Jahren ein Wachstum sowohl der Süd-Nord-Migration als auch eine Feminisierung der Migration festzustellen. Mit letzterem ist vor allem die zunehmend unabhängige Migration insbesondere junger und gebildeter Frauen gemeint, die weltweit festzustellen ist. Zu dieser Entwicklung hat die wachsende Nachfrage nach gering qualifizierter Dienstleistungsarbeit sowie landwirtschaftlicher Tätigkeit in den Industrieländern genauso beigetragen wie die anhaltende relative Armut in den Herkunftsländern, in der Studie dargestellt am Beispiel Westafrikas, und die Exportpolitik der EU, die z.B. die landwirtschaftlichen Betriebe von Ghanaerinnen in den Ruin getrieben hat.

Die Betrachtung der EU zeigt, dass sich die prekäre Aufenthalts- und Arbeitssituation, die insbesondere Frauen auf dem Migrationsweg erleben, in der Zielregion EU fortsetzt. Die EU-Politik hat sich bisher angesichts dieser Situation auf die Bekämpfung der irregulären Migration konzentriert und dabei durch die Beschränkung regulärer Einreise- und Aufenthaltsmöglichkeiten immer mehr Menschen auf den irregulären Weg gedrängt. Die Etablierung und Kontrolle von Grenzen und die Funktionalisierung Nordafrikas als Sicherheitsgürtel für Europa machen Migrationswege für die Mehrheit der Menschen, die nach Europa wollen, riskanter und tödlicher. Es gibt Berichte über MigrantInnen, die die Grenze zwischen Algerien und Marokko bis zu 30 mal überschritten haben und unter zum Teil menschenunwürdigen Bedingungen ohne Getränke und Nahrung in der Wüste ausgesetzt wurden, zurückkehrten und das Gleiche wieder erlebten.

„Eine Verbesserung der Situation von MigrantInnen“, so die Autorin der Studie, Sabine Ferenschild „ist notwendig und ein Gebot der Humanität“. Zugleich mache die Studie aber durch die zahlreichen Verweise auf die Zusammenhänge zwischen Wirtschaftsweisen und Migrationsformen deutlich, dass für die ‚Verbesserung‘ der Situation von MigrantInnen strukturelle Veränderungen des Wirtschaftssystems selbst nötig wären: Ein nachhaltiger Umgang mit Rohstoffen und Agrarprodukten, eine an lokalen Bedürfnissen orientierte Güterproduktion und die globale Etablierung menschenwürdiger Arbeitsformen gehören damit auf die migrationspolitische Agenda.

Da die Studie zunächst nicht in gedruckter Fassung erscheinen wird, steht sie auf der Website www.suedwind-institut.de zum Download bereit.

Kontakt: Dr. Sabine Ferenschild, Telefon: 02241-259 530, Mobil: 0160-2875655, E-Mail: ferenschild@suedwind-institut.de

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Öffentliche Tagung Friedrich Engels‘ „Geschichte Irlands“ (1869/70)

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

Berlin 11.08.2011 ab 13:30 – 12.08.2011 14:00
Friedrich Engels‘ „Geschichte Irlands“ (1869/70) im Kontext der Deutsch-Irischen Beziehungen im 19. Jahrhundert

Irland war im 19. Jahrhundert eine politische Symbolnation, die aus unterschiedlichen Perspektiven für deutsche Reformer und Arbeiterradikale paradigmatische Bedeutung hatten. Friedrich Engels unternahm 1869 eine Irland-Reise und begann anschließend eine deutschsprachige Geschichte Irlands zu schreiben. Intensiv studierte er Geschichte und Politik Irlands, selbst die irische Sprache.
Link: http://idw-online.de/de/event35932

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